Chronik | Welt
05.07.2018

Regen gefährdet Rettung von thailändischen Buben aus Höhle

Auch körperliche Verfassung der Eingeschlossenen wird erst noch begutachtet.

Neue Regenfälle könnten die Rettung der seit fast zwei Wochen in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballer und ihres Trainers weiter verzögern.

"Was uns am meisten Sorge bereitet, ist das Wetter. Wenn es wieder regnet, könnten unsere Bemühungen einen Rückschlag erleiden, wie es schon einmal passiert ist", sagte der Chef der Rettungsmission, Narongsak Osotthanakorn, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. In der vorigen Woche musste ein Sucheinsatz schon einmal wegen Regens und Überflutung der Höhle für mehrere Tage unterbrochen werden.

Die Gruppe hatte die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non rund 1.000 Kilometer nördlich von Bangkok am 23. Juni nach einem Training besucht. In der Region am 20. nördlichen Breitengrad ist jetzt Regenzeit. Laut Behörden waren die Jugendfußballer dort wohl von einer Sturzflut überrascht worden und hatten sich immer tiefer ins Innere der Höhle zurückgezogen. Am Montag entdeckten britische Taucher die Gruppe mehr als drei Kilometer vom Höhleneingang entfernt. Die Eingeschlossenen bekamen schon ersten Tauchunterricht, um die Höhle in Begleitung professioneller Taucher verlassen zu können.

"Wir warten jetzt auf eine Einschätzung der Wetterlage durch die Meteorologen und eine Beurteilung der körperlichen Verfassung der Buben durch die Rettungseinheit", sagte Narongsak. Wenn es eine 90-Prozent-Chance gebe, die Burschen mit Tauchern sicher herauszubringen, werde man es wagen.