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Chronik Welt
07/31/2019

Pferdefleisch-Betrüger von 2013 in Spanien gefasst

Niederländer wurde im April in Frankreich in Abwesenheit bereits zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt.

Der Mann, der als Hauptdrahtzieher des europaweiten Pferdefleischskandals von 2013 gilt, ist in Spanien festgenommen worden. Der niederländische Unternehmer sei auf Antrag der französischen Behörden im Badeort Calpe im Osten Spaniens in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil am Mittwoch mit.

Der Mann sei inzwischen dem zuständigen Richter am Madrider Staatsgerichtshof vorgeführt worden. Die Behörden veröffentlichten ein Video der Festnahme, die den amtlichen Angaben zufolge bereits am Dienstag vergangener Woche erfolgte.

500 Tonnen Fake-Fleisch

In Zusammenhang mit dem Skandal war der Niederländer im April in Frankreich in Abwesenheit zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden. Neben dem Fleischhändler aus den Niederlanden wurde damals in Paris auch ein früherer Chef der französischen Fleischverarbeitungsfirma Spanghero zu sechs Monaten Freiheitsentzug verurteilt.

Die beiden Männer wurden der Verbrauchertäuschung für schuldig befunden. Sie hatten mehr als 500 Tonnen Pferdefleisch als Rindfleisch ausgegeben und es in Supermarktketten in Deutschland und anderen Ländern Europas unter anderem in Fertiglasagne oder in Chili con Carne auf den Markt gebracht.