Chronik | Welt
26.08.2018

Nach tödlichem Streit in Chemnitz: Rechte marschieren auf

Hintergrund ist der Tod eines 35-jährigen nach einem Streit zwischen Menschen mehrerer Nationalitäten.

Nach dem gewaltsamen Tod eines 35-Jährigen in Chemnitz im ostdeutschen Bundesland Sachsen sind Hunderte protestierende Menschen durch die sächsische Stadt gezogen. Die Behörden mussten deswegen "zusätzliche Einheiten Bereitschaftspolizei nach Chemnitz" beordern, wie die Polizei am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb.

Laut der Zeitung "Freie Presse" folgten die Demonstranten dem Aufruf einer rechten Ultra-Fußballvereinigung, die auf Facebook dazu aufgerufen hatte, "zu zeigen, wer in der Stadt das sagen hat." Auslöser war der Tod eines 35-Jährigen in der Nacht auf Sonntag. Nach Angaben der Polizei war es gegen 03.15 Uhr zu einer "tätlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten gekommen". Dabei wurden drei Männer im Alter von 33, 35 und 38 Jahren schwer verletzt. Der 35-Jährige erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Laut "Freie Presse" soll es sich bei der Tatwaffe um ein später gefundenes Messer handeln.

Zwei Männer gefasst

Die Polizei fasste nach eigenen Angaben zwei Männer, die sich vom Tatort entfernt hatten. Ob sie wirklich in den Streit involviert waren, war demnach aber zunächst unklar. Angaben über die Nationalität der Männer wurden zunächst nicht gemacht - ebenso wie über den Grund für die Auseinandersetzung.

Die Polizei widersprach über Twitter Medienberichten, wonach es vor der Auseinandersetzung eine "Belästigung" gegeben habe. Dafür gebe es derzeit "keinerlei Anhaltspunkte".