Mindestens 22 Tote: Wohnhäuser in Marokko eingestürzt

Rettungskräfte und viele Menschen stehen nachts vor einem großen Trümmerhaufen aus eingestürzten Gebäuden.
Zudem wird von bisher 16 Verletzten berichtet. Die vierstöckigen Gebäude befinden sich in der Stadt Fès.

Beim Einsturz von zwei vierstöckigen Wohnhäusern in der nordmarokkanischen Stadt Fès sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. 16 weitere Menschen hätten unterschiedlich schwere Verletzungen davongetragen, teilten die Behörden am Mittwoch mit. Der Sucheinsatz dauere noch an, um "Menschen, die womöglich unter den Trümmern begraben sind, zu retten", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MAP.

Die zwei nebeneinander liegenden Gebäude, in denen den Angaben zufolge acht Familien lebten, waren in der Nacht eingestürzt. Die Gebäude befanden sich im Viertel Al-Moustakbal. Die Behörden gehen davon aus, dass die Zahl der Todesopfer noch ansteigen könnte.

Mehrere Rettungskräfte mit Helmen und Werkzeugen suchen nachts in Trümmern nach Überlebenden.

Bergungsarbeiten an der Einsturzstelle

Auf Bildern von der Einsturzstelle waren Rettungskräfte zu sehen, die einen grauen Leichensack zu einem Rettungswagen brachten. Andere Einsatzkräfte versuchten, sich mit Presslufthämmern und Spitzhacken durch die Trümmer zu graben. Auch Bagger kamen zum Einsatz.

In Marokko kommt es häufiger zu Gebäudeeinstürzen. Es handelt sich diesmal jedoch um einen der folgenschwersten in der jüngeren Vergangenheit. Im Jahr 2014 waren drei Gebäude in der westlichen Stadt Casablanca eingestürzt, damals waren 23 Menschen ums Leben gekommen.

Kommentare