Chronik | Welt
14.11.2018

Mann mit Ziege legte Pariser Metrolinie lahm

Der Mann hatte das Tier im Tuileriengarten am Louvre gestohlen, wo es auf einer Wiese graste.

Ein Mann mit einer Ziege hat eine Pariser Metrolinie mitten im Berufsverkehr lahmgelegt. Er hatte das Tier im Tuileriengarten am Louvre gestohlen, wo es auf einer Wiese graste, und war damit kurz nach 8.30 Uhr in die Metro geflüchtet, teilte die Parkverwaltung mit. Allerdings kam er nicht weit: An der Station "Tuileries" fiel die Ziege Metro-Mitarbeitern auf.

Sie forderten den Mann zum Aussteigen auf. Dieser verhielt sich allerdings "bedrohlich und aggressiv und weigerte sich, den Wagen zu verlassen", wie die Metrogesellschaft RATP mitteilte. Der Verkehr auf der auch bei Touristen beliebten Linie 1 sei daraufhin zwischen dem Concorde-Platz und der Station Chatelet unterbrochen worden, "um einen Polizeieinsatz zu ermöglichen".

In den sozialen Netzwerken verbreiteten Passagiere Videoaufnahmen von dem Vorfall. Darauf ist zu sehen, wie der Mann eine Metro-Mitarbeiterin als "blöde Ziege" beschimpft und die Sicherheitskräfte davor warnt, dem Tier wehzutun, als sie es an den Hörnern aus der Metro ziehen wollen. "Wie soll ich im Büro erklären, dass ich wegen einer Ziege zu spät komme?", twitterte eine Frau. Ein Mann schrieb, die Metro habe nun einen "Sündenbock" für ihre Verspätungen gefunden.

Nach Angaben der Metrogesellschaft wurde der Ziegen-Dieb in Polizeigewahrsam genommen und psychiatrisch untersucht. Die Ziege wurde in den Tuileriengarten zurückgebracht, wo sie nun weiter friedlich grasen kann.