Chronik | Welt
03.12.2018

Journalist im Nordwesten Mexikos getötet

Alejandro Marquez lag erschossen in einer Straße im Bundesstaat Nayarit.

In Mexiko ist der erste tote Journalist zwei Tage nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador gefunden worden. Alejandro Marquez lag erschossen in einer Straße im Bundesstaat Nayarit, teilte die Menschenrechtsorganisation Artcile 19 Sonntagnacht (Ortszeit) mit.

Marquez, der für die lokale Tageszeitung "Orion Informativo" arbeitete, hatte demnach am Freitag nach einem Telefonanruf sein Haus verlassen und war am Samstag tot in der Stadt Tepic entdeckt worden. Wann genau er getötet wurde, war zunächst nicht klar.

Presidential candidate Andres Manuel Lopez Obrador waves as he addresses supporters after polls closed in the presidential election, in Mexico City

Nach Angaben lokaler Medien hatte Marquez im Juli auch für ein Amt auf regionaler Ebene für die Morena-Partei des neuen Präsidenten Mexikos kandidiert. Lopez Obrador war am Samstag vereidigt worden und hatte dem lateinamerikanischen Land ein Ende der ausufernden Gewalt versprochen, die auch Medienschaffende bedroht. Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder der Welt für Mitarbeiter der Medienbranche. Im laufenden Jahr wurden bereits rund zehn Journalisten getötet. Der Großteil der Fälle wird nie aufgeklärt. Meist dürften die mächtigen Drogenkartelle des Landes hinter den Angriffen stecken.