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© APA/AFP/MENAHEM KAHANA / MENAHEM KAHANA

Chronik Welt
08/20/2020

Israel: Berichte über Gruppenvergewaltigung von 16-Jähriger

Das ganze Land ist schockiert von den Berichten, die Politik fordert hartes Vorgehen gegen mutmaßliche Täter.

Berichte über die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer 16-Jährigen durch rund 30 Männer in der Küstenstadt Eilat haben in Israel für Zorn und Entsetzen gesorgt. Die Jugendliche habe vergangene Woche nach dem Vorfall in einem Hotel bei der Polizei Anzeige erstattet, berichteten israelische Medien am Donnerstag.

Sie sei dort mit einer Freundin im Urlaub gewesen. Gemeinsam mit Bekannten der Freundin hätten die beiden Alkohol getrunken. Als die 16-Jährige in einem Hotelzimmer zur Toilette gegangen sei, sei es zu der Vergewaltigung durch zahlreiche Männer gekommen.

Die genauen Umstände waren noch unklar. Mehrere Tatverdächtige seien festgenommen worden. Offenbar gebe es auch Videoaufnahmen von dem Vorfall.

"In einer Reihe gewartet"

Einer der Verdächtigen soll laut Medienberichten ausgesagt haben, die jungen Männer hätten "in einer Reihe" gewartet. Sie sollen einander teilweise nicht gekannt haben, schreibt die israelische Zeitung Haaretz.

Laut Polizei soll die Tür des Hotelzimmers teilweise offen gestanden sein, als das Mädchen vergewaltigt wurde. Ihre Freundin konnte ihr zunächst aber nicht helfen. Die Verteidigerin eines Verdächtigen behauptete, ihr Mandant habe nicht gewusst, dass die 16-Jährige nicht einverstanden sei, sie habe die Männer immerhin ins Zimmer gerufen. Das Mädchen hätte sich erst bei der Polizei gemeldet, als es erfahren hat, dass es Videoaufnahmen gebe.

Politik zeigt sich "erschüttert"

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte den Fall "erschütternd" und ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Er forderte ein hartes Vorgehen gegen die mutmaßlichen Täter.

Justizminister Avi Nissenkorn meinte, angesichts der Zeugenaussagen sei es "unglaublich, wie niedrig der moralische Tiefpunkt ist". Er forderte volle Unterstützung für das Opfer und sehr harte Schritte gegen die mutmaßlichen Täter.

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