Deutschland stuft Kreta zum Hochrisikoland

Deutschland stuft Kreta zum Hochrisikoland
In Griechenland verschlechtert sich die Corona-Lage wieder, es gibt viele Neuinfektionen. Deutschland stuft daher mehrere griechische Urlaubsinseln als Hochrisikogebiet ein.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die deutsche Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln ab Dienstag als Hochrisikogebiet ein. Betroffen sind neben Kreta die südliche Ägäis mit den Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos. Diese Inseln gelten wegen der vielen Nachtclubs als besonderes gefährdet bei der Ausbreitung des Coronavirus.

Bereits am Sonntag werden die Kanarischen Inseln und Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Mini-Lockdown

Die Regierung in Athen versucht, mit Mini-Lockdowns die Lage in den Griff zu bekommen. Auf Kreta gilt bis auf Weiteres ein Ausgehverbot zwischen 1 Uhr und 6 Uhr für die beliebten Urlaubsregionen von Chania, Rethymno und Iraklio.

Ausnahmen gibt es  nur in Notfällen und für in der Nacht Arbeitende. Zudem darf in Lokalen keine Musik mehr gespielt werden. Damit soll vermieden werden, dass die Menschen dicht beieinander tanzen. Diese Maßnahmen gelten auch für andere kleinere Inseln. In den meisten Fällen gelten sie für ein bis zwei Wochen – bis die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Am Donnerstag meldete Griechenland 3.273 Corona-Neuinfektionen.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Anders als früher sind dafür aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

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