Chronik | Welt
20.08.2018

Fluss in Schlucht in Italien angeschwollen: Fünf Ausflügler tot

Unglück in der Region Kalabrien, Kind in Spital geflogen. Unklarheit über Vermisste.

Mehrere Menschen sind bei einem Ausflug in einer Schlucht in Süditalien ums Leben gekommen. Es gebe fünf Tote, sagte eine Sprecherin des Zivilschutzes am Montagabend. Zu Vermissten konnte sie keine Angabe machen.

Das Unglück ereignete sich in der Raganello-Schlucht nahe der Berggemeinde Civita in der Region Kalabrien. Starker Regen hatte den Fluss in der Schlucht anschwellen lassen, berichteten italienische Medien. Die Ausflügler seien von dem Hochwasser überrascht und teilweise mitgerissen worden.

Die Nachrichtenagentur Ansa sprach von zwölf weiteren Personen, die die Einsatzkräfte von Bergrettung und Feuerwehr ausgemacht hatten. Die Ausflügler seien in einer Gruppe unterwegs gewesen und von dem Hochwasser überrascht worden. Die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete online, dass es einigen gelungen sei, sich an den Klippen in Sicherheit zu bringen.

Ein Kind sei mit einem Helikopter wegen Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Bergrettung auf Twitter mit. Wie viele Menschen sich am Montag insgesamt in der Schlucht befunden hatten und nun möglicherweise vermisst werden, war Ansa zufolge unklar.

Der Canyon ist der Gemeinde Civita zufolge 13 Kilometer lang und mit glasklarem Wasser und spektakulären Felsformationen ein beliebter Ausflugsort für Touristen. Durch die Schlucht, die einem privaten Anbieter zufolge 400 Meter tief ist, werden Exkursionen angeboten.