Fall Fabian (8): Deutsche Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Mordes
Zusammenfassung
- Staatsanwaltschaft Rostock erhebt Anklage wegen Mordes gegen 29-jährige Tatverdächtige im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow.
- Die Frau soll das Kind aus dem Haus gelockt, mit mehreren Messerstichen getötet und die Leiche anschließend verbrannt haben; sie sitzt seit November 2025 in U-Haft.
- Fabians Verschwinden und Tod lösten bundesweite Anteilnahme aus, die Leiche wurde vier Tage nach dem Verschwinden entdeckt und die Obduktion bestätigte ein Gewaltverbrechen.
Die Staatsanwaltschaft Rostock hat fünf Monate nach dem Tod des achtjährigen Fabian aus Güstrow im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ihre Ermittlungen abgeschlossen und Anklage wegen Mordes gegen die Tatverdächtige erhoben. Demnach bestehe der hinreichende Verdacht, dass die 29-Jährige das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messerstichen getötet habe, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mit.
Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Frau den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch nach der Anklageerhebung die Unschuldsvermutung gelte. Die Frau war am 6. November unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow verhaftet worden und sitzt seit dem 7. November in U-Haft. Ihr Auto wurde sichergestellt.
Nach früherer Aussage ihres Anwalts stritt seine Mandantin, eine ehemalige Freundin des Vaters des Buben, die Tat als Zeugin ab. Als Beschuldigte äußerte sie sich nicht zur Sache. Eine Haftbeschwerde blieb erfolglos.
Trauer um Fabian in Güstrow
Der aus Güstrow stammende achtjährige Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Leiche wurde vier Tage später südlich von Güstrow gefunden. Der Fall hatte in ganz Deutschland für Schlagzeilen gesorgt. In Güstrow selbst wurden Trauergottesdienste mit großer Beteiligung der Bevölkerung abgehalten. Vor und in der Pfarrkirche St. Marien hatten Menschen immer wieder zahlreiche Kerzen entzündet und Plüschtiere und Bilder abgestellt.
Seine Mutter hatte den Grundschüler am Tag des Verschwindens bei der Polizei als vermisst gemeldet. Ihr Sohn sei nicht zur Schule gegangen, weil er sich unwohl gefühlt habe. Als die Mutter nach der Arbeit heimkam, war Fabian weg. Daraufhin startete eine großangelegte Suche.
Opfer eines Gewaltverbrechens
Schließlich wurde der Leichnam des Kindes am 14. Oktober entdeckt. Der tote Bub lag rund 15 Kilometer südlich von Güstrow an einem Tümpel bei Klein Upahl. Die Obduktion ergab, dass Fabian Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
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