Das Kolosseum, der größte geschlossene Bau der römischen Antike, wurde zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut und stellt heute einen Anziehungspunkt für viele Rom-Touristen dar. Seit Kurzem ist es zudem vom Autoverkehr befreit. Erbauer: Vespasian und Titus.

© Luke Shepard

Chronik Welt
06/24/2019

Erdbeben in Rom: Angst und leichte Schäden

Die Erdbeben erreichten eine Stärke von 3,7 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag 14 Kilometer östlich von Rom.

Ein Erdbeben der Stärke 3,7 in Mittelitalien war am Sonntagabend in Rom klar zu spüren. Das Epizentrum in einer Tiefe von 9 Kilometern lag 14 Kilometer östlich der Hauptstadt, teilte das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie mit. Schäden wurden in Rom zunächst keine gemeldet.

Stark war das Erdbeben in der hügeligen Gegend der Castelli Romani östlich der 3,5-Millionen-Metropole zu spüren. Verängstigte Menschen rannten auf die Straße. Bei der Feuerwehr riefen zahlreiche besorgte Bürger an. Das Erdbeben war vor allem in höheren Gebäuden in Rom zu spüren. Die römische U-Bahn-Linie C, die im östlichen Teil Roms verläuft, wurde teilweise für Sicherheitsüberprüfungen gesperrt.

"Die Angst war groß"

Auch an der Küste der Region Latium, zu der Rom gehört, sowie in der früher von schweren Beben heimgesuchten Region Abruzzen waren die Erschütterungen zu spüren. In der Ortschaft Colonna, Epizentrum des Erdbebens, wurden einige Gebäude leicht beschädigt. "Wir kontrollieren einige Gebäude, die im Ortskern beschädigt wurden. Es gibt keine Verletzte, doch die Angst war groß", so der Bürgermeister von Colonna, Fausto Giuliani. Die Gegend der Castelli Romani gilt als erdbebengefährdet.

Zuletzt waren in Italien Erdbeben unweit des sizilianischen Vulkans Ätna gemeldet worden. Am Heiligen Abend erschütterte ein Beben der Stärke 4,8 die Region um Catania am südöstlichen Fuß des Vulkans. 28 Menschen wurden verletzt. Mehr als 400 Menschen waren wegen der Schäden nach Behördenangaben vorübergehend obdachlos.