Chronik | Welt
08.01.2019

Ein Toter und drei Vermisste bei Feuer auf Öltanker vor Hongkong

Dem Feuer war offenbar eine Explosion vorangegangen.

Bei einem Brand auf einem Öltanker vor Hongkong ist mindestens ein Mensch getötet worden. 23 weitere Menschen wurden aus dem Wasser gerettet, teilte die Polizei mit. Zwei Menschen wurden vermisst. Auf dem Schiff kam laut Zeugen zufolge zu mehreren Explosionen, als es betankt werden sollte. Das Feuer konnte nach fünf Stunden gelöscht werden. Laut Behörden ist bisher kein Öl ins Wasser ausgelaufen.

Das Unglück ereignete sich unweit der Südküste der Insel Lamma. Polizei und Feuerwehr waren mit Löschflugzeugen, Booten und Hubschraubern im Einsatz. Einige der Geretteten erlitten Verbrennungen, ein Mensch wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Nach Angaben des Feuerwehrchefs Yiu Men Yeung ereignete sich das Unglück bei der Betankung des Schiffs. Die Gefahr des Sinkens bestehe nicht. Der Tanker habe jedoch 30 Grad Schlagseite.

Die Besatzung des Tankschiffs habe geschildert, dass sie gerade die Schläuche befestigen wollten, als es "drei Explosionen" gegeben habe und der Tanker in Brand geraten sei, sagte Yiu. Auf dem Tankschiff wurde ein Mann verletzt.

Auch weitere Zeugen berichteten von Explosionen. Er habe sein "Boot schwanken" gespürt, sagte Sportboot-Fahrer Michael Kwok. "Die Erschütterung kam vom Meer." Ein Einwohner auf der Insel Lamma hörte "mehrere Geräusche wie Schläge und Grollen", so als schlage jemand gegen seine Glastür.

Ein Fischer sagte dem Sender i-Cable, er habe mehrere Explosionen gehört und dann "dichten Rauch" sowie einen "Feuerball" gesehen. Auf Polizeiaufnahmen war zu sehen, wie von der "Aulac Fortune" tiefschwarze Rauchwolken in den Himmel aufstiegen. Auf Deck waren Flammen zu sehen.

Bei den Websites MarineTraffic.com und VesselFinder wird das Schiff unter der Kategorie Öl-/Chemietanker geführt. Es war nach Angaben des Feuerwehrchefs mit seiner 25-köpfigen vietnamesische Besatzung auf dem Weg von der südchinesischen Industriestadt Dongguan nach Thailand. Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf das Schifffahrtsamt, dass der Tanker zum Zeitpunkt des Unglücks nicht beladen war.