"Stehlen verboten": 8 abgetrennte menschliche Köpfe entdeckt
Zusammenfassung
- In Ecuadors Küstenprovinz Guayas wurden acht abgetrennte menschliche Köpfe mit Warnzetteln gefunden, vermutlich im Zusammenhang mit Bandenkriminalität.
- Ecuador erlebt eine Welle der Gewalt durch Drogenbanden, mit einer Mordrate von 54 pro 100.000 Einwohnern im vergangenen Jahr.
- Das Land dient als Transitland für den Drogenhandel zwischen Kolumbien und Peru, wobei 70 Prozent des Kokains über ecuadorianische Häfen verschifft werden.
Grausamer Fund in Ecuador: In der Küstenprovinz Guayas sind acht abgetrennte menschliche Köpfe entdeckt worden. Nahe der Köpfe seien Zettel mit der Aufschrift "Stehlen verboten" gefunden worden, sagte Polizei-Kommandeur Marcelo Castillo am Wochenende.
Hintergrund der Tat seien vermutlich Auseinandersetzungen zwischen "kriminellen Banden". Erst im vergangenen Jänner waren an einem Strand in dem südamerikanischen Land fünf Köpfe entdeckt worden.
Erbitterte Kämpfe zwischen Drogenbanden haben Ecuador in das gewalttätigste Land Südamerikas verwandelt. Im vergangenen Jahr lag die Mordrate nach Angaben des Innenministeriums bei 54 pro 100.000 Einwohnern. Das entspricht einem Mord pro Stunde.
Ecuador liegt zwischen den beiden weltgrößten Kokain-Produzenten Kolumbien und Peru und hat sich zu einem wichtigen Transitland für den Drogenhandel entwickelt. Rund 70 Prozent des Kokains wird an Ecuadors Häfen am Pazifik umgeschlagen, Ziel sind zumeist die USA oder Europa. Im vergangenen Jahr wurden in Ecuador laut offiziellen Angaben 227 Tonnen Drogen beschlagnahmt.
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