Tourists from Germany arrive at Palma de Mallorca Airport

© REUTERS / ENRIQUE CALVO

Chronik Welt
03/21/2021

Doch nicht nach Malle? War’s das schon wieder mit der neuen deutschen Reisefreiheit?

Am Sonntag kehrten die ersten Deutschen wieder auf die Urlaubsinsel Mallorca zurück. Ohne Test und Quarantäne - die Frage ist: Wie lange wird das noch gehen?

So schnell kann es gehen. Noch vor zwei Wochen wurden auch in Deutschland weitgehende Öffnungen in den Raum gestellt. Biergärten sollten wieder aufsperren können. Sogar Kinos und Theater sollten wieder öffnen.

Und das ultimative Indiz einer Normalisierung: Sogar auf das geliebte Mallorca sollten die Deutschen ohne Tests oder Quarantäne wieder fliegen dürfen.

Möglich machten das das vorläufige Ende der Beschränkungen für mehrere Ferienregionen auf spanischer Seite und das Auslaufen der Reisewarnung für die Balearen auf deutscher Seite.

Am Sonntag landeten denn auch tatsächlich die ersten Flieger des größten deutschen Reisekonzerns TUI wieder mit Urlaubern aus Deutschland in Mallorca. Die Hotels auf der Insel wurden seit Tagen vorbereitet und das zuvor geplante Angebot ausgeweitet. Aktuell sollen nun zehn Prozent der rund 1.000 Hotels geöffnet haben, sagte der Sprecher.

Tourists from Germany arrive at Palma de Mallorca Airport

Ganz so einfach ist die Sache aber nicht. 

Dass die Deutschen ohne größere Hürden auf dem geliebten Mallorca urlauben können, nicht aber bei deutschen Quartiergebern, hatte dort in den vergangenen Tagen bereits für massive Verstimmungen gesorgt – nach wie vor gilt ja das innerdeutsche Beherbergungsverbot.

Auch politisch haben die Diskussionen der vergangenen Tage offenbar ihre Spuren hinterlassen.  

Wie gewonnen - so zerronnen? 

Angesichts steigender Fallzahlen – Deutschland hält aktuell bei einer 7-Tages-Inzidenz von 103,9 – scheint die neu gewonnene Reisefreiheit doch schon wieder passé zu sein. "Reisen, insbesondere Urlaubsreisen ins Ausland müssen (…) unabhängig von Inzidenzen im Zielland mit einer epidemiologisch gebotenen Quarantäne und einer Testpflicht vor Rückreise und bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland verbunden sein", heißt es in einem Entwurf für den Bund-Länder-Gipfel, wo am Montag über weitere Öffnungen diskutiert wird. 

Verantwortlich für den Entwurf, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, wollte am Sonntag niemand so wirklich sein.

Kanzleramtschef Helge Braun betonte auf Twitter, dass es nicht um ein Papier des Kanzleramts handle. In Unionskreisen hieß es, es gebe entsprechende Überlegungen auf SPD-Seite.

Fix ist: Auch das deutsche Bundeskanzleramt strebt eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den April hinein an. Generelle neue Öffnungsschritte sieht der Entwurf nicht vor - er verweist vielmehr auf das "wiederum starke Infektionsgeschehen und eine exponentielle Dynamik". Allerdings solle es Ländern und Regionen ermöglicht werden, "zeitlich befristete Modellprojekte" zu starten, um "mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen".

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