Chronik | Welt
25.07.2018

Dammbruch in Laos: Laut Regierungschef 131 vermisst

Nach Angaben eines thailändischen Konsularmitarbeiters am Unglücksort wurden bisher 26 Todesopfer geborgen.

In seiner ersten öffentlichen Reaktion auf den folgenschweren Dammbruch in Laos hat Regierungschef Thongloun Sisoulith von rund 130 Vermissten gesprochen. Nach dem Unglück am Montag in der südöstlichen Provinz Attapeu seien 131 Menschen vermisst gemeldet worden, sagte der Ministerpräsident am Mittwoch bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz. Es handle sich ausschließlich um Landsleute.

Nach Angaben eines thailändischen Konsularmitarbeiters am Unglücksort wurden bisher 26 Todesopfer geborgen. Das Unglück ereignete sich am Montag an einem Nebenfluss des Mekong unweit der Grenze zu Kambodscha. Ein noch im Bau befindlicher Staudamm war nach starken Regenfällen kollabiert und hatte die Umgebung mit fünf Milliarden Kubikmetern Wasser überflutet. Tausende Menschen wurden obdachlos.

Das autoritär regierte kommunistische Laos treibt den Ausbau von Wasserkraftwerken voran, um den Großteil der erzeugten Energie an Nachbarländer wie Thailand zu exportieren. Das international weitgehend isolierte Land hat sich vorgenommen, zur "Energiezelle Südostasiens" aufzusteigen.