Menschen in der U-Bahn in Shanghai

© REUTERS/ALY SONG

Chronik Welt
01/14/2021

China verzeichnet hohen Anstieg bei Corona-Infektionen

Die Regierung rechnet bisher nicht damit, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Indes ist ein WHO-Team in Wuhan eingetroffen.

In China ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen so stark gestiegen wie seit ĂŒber zehn Monaten nicht mehr. Binnen 24 Stunden wurden 138 neue Covid-19-FĂ€lle bekannt, wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag in Peking mitteilte. Tags zuvor waren es noch 115.

Der Nationale Gesundheitskommission zufolge handelt es sich bei 124 der neuen FÀlle um lokale Infektionen, von denen 81 in der Provinz Hebei rund um die Hauptstadt Peking und 43 in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang gemeldet wurden.

Mehr als 28 Millionen in QuarantÀne

Die Gesamtzahl der bestÀtigten Corona-FÀlle liegt offiziellen Angaben zufolge nunmehr bei 87.844. Die Zahl der TodesfÀlle legte um einen auf 4635 zu und damit erstmals seit Mai 2020. Die Behörden haben im JÀnner mehr als 28 Millionen Menschen unter hÀusliche QuarantÀne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudÀmmen.

Die Regierung rechnet bisher nicht damit, dass im Zuge des traditionellen Neujahrsfestes die Corona-Epidemie wiederauflebt. Wenn die Kontrollen und die Vorsorgemaßnahmen ordnungsgemĂ€ĂŸ umgesetzt wĂŒrden, sei ein massives Wiederaufleben unwahrscheinlich, erklĂ€rte die Gesundheitsbehörde CDC zuletzt. Die Neujahrsfeiertage beginnen am 11. Februar und sind ĂŒblicherweise eine Hauptreisezeit in China.

WHO-Team in Wuhan eingetroffen

Nach tagelanger Verzögerung ist ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der chinesischen Stadt Wuhan eingetroffen, um die UrsprĂŒnge des neuartigen Coronavirus zu erforschen. Aufnahmen des staatlichen chinesischen Fernsehsenders CGTN zeigten heute, wie die aus Singapur kommende Maschine mit den WHO-Experten in Wuhan landete. UrsprĂŒnglich war der Beginn der Mission bereits fĂŒr vergangene Woche geplant gewesen. Fehlende Genehmigungen von chinesischer Seite verzögerten den Start jedoch. Die zehn WHO-Experten, darunter Fabian Leendertz vom Robert-Koch-Institut in Berlin, mĂŒssen sich wegen der strikten chinesischen Einreisebestimmungen zunĂ€chst fĂŒr zwei Wochen in QuarantĂ€ne begeben.

Im zentralchinesischen Millionenmetropole Wuhan war Ende 2019 der weltweit erste Infektionsherd des neuartigen Erregers festgestellt worden. Die meisten Wissenschaftler gehen davon aus, dass FledermĂ€use die ursprĂŒnglichen Wirte der Coronaviren waren. UngeklĂ€rt ist aber, welches Tier bei der Übertragung auf den Menschen als sogenannter Zwischenwirt diente.

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