Chronik | Welt
18.07.2018

Britischer Islamist plante Anschlag auf Premierministerin May

Laut der Anklage plante der Mann, bei einem Auftritt Mays am Regierungssitz in Downing Street "Schlagzeilen" zu machen.

In Großbritannien ist ein Islamist wegen eines geplanten Selbstmordanschlags auf Premierministerin Theresa May schuldig gesprochen worden. Der Londoner Strafgerichtshof Old Bailey sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 20-jährige Anhänger der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aus der Stadt Birmingham die britische Regierungschefin köpfen wollte.

Laut der Anklage plante der Mann, bei einem öffentlichen Auftritt Mays am Regierungssitz in Downing Street "Schlagzeilen" zu machen.

Kontakte zum Geheimdienst

Der 20-Jährige war im November festgenommen worden, nachdem er seine Pläne im Messengerdienst Telegram gegenüber einem angeblichen Kontaktmann des IS preisgegeben hatte. Tatsächlich handelte es sich bei dem Kontaktmann um einen Mitarbeiter des Geheimdienstes. Staatsanwalt Mark Heywood sagte, noch kurz vor seiner Festnahme sei der Islamist davon ausgegangen, dass er binnen weniger Tage sein Ziel erreichen werde.

Der 20-Jährige wollte laut seinen Äußerungen bei Telegram mit einer Bombe einen Selbstmordanschlag verüben und May sowie "die Anführer des Parlaments" töten. Zudem verriet er, er wolle einen zehnsekündigen Sprint zur Downing Street hinlegen und May köpfen. Zudem gestand der Mann, dass er einem Freund geholfen habe, sich dem IS in Syrien anzuschließen.