Chronik | Welt
13.11.2018

Berlin: In S-Bahnhof angezündeter Obdachloser gestorben

Vier Monate nach der Tat am S-Bahnhof Schöneweide.

Rund vier Monate nachdem zwei schlafende Obdachlose in einem Berliner S-Bahnhof angezündet wurden, ist einer der Männer tot. Der zum Tatzeitpunkt 47-Jährige sei vor wenigen Tagen gestorben, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Gegen den mutmaßlichen Täter werde Anklage erhoben wegen versuchten Totschlags.

Noch muss eine Obduktion klären, ob das Feuer ursächlich für den Tod war. Der mittlerweile 48-Jährige soll die beiden Männer Mitte Juli am S-Bahnhof Schöneweide nach einem Streit angezündet haben. Dafür übergoss er die Schlafenden nach Erkenntnissen der Ermittler mit Benzin. Hinzueilende Passanten halfen, das Feuer wieder zu löschen. Ein 62-jähriger Obdachloser erlitt leichte Verbrennungen.

Der Verdächtige wurde Ende Juli festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sein 47-jähriges Opfer war im Krankenhaus in ein künstliches Koma versetzt worden. 16 Wochen kämpften die Ärzte um das Leben des Mannes, konnten ihn aber nicht retten.