Bayern: Heilerziehungspfleger soll Kinder in Kindertagesstätte missbraucht haben

In weiterem Fall soll ein Fußballtrainer Jugendliche beim Duschen gefilmt haben.
Polizeiauto in Deutschland (Symbolbild)

In Bayern sind zwei Fälle mutmaßlichen Missbrauchs von Kindern bekannt geworden. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ermittelt gegen einen Heilerziehungspfleger einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen, der Kita-Kinder sexuell missbraucht haben soll. Die Polizei in Bayreuth wirft einem Fußballtrainer vor, heimlich jugendliche Spieler in Umkleide- und Duschräumen gefilmt zu haben. Gegen ihn wird wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs ermittelt.

Der Heilerziehungspfleger sitze in Untersuchungshaft, teilten die Behörden in Bamberg am Donnerstag mit. Der 33-Jährige betreute Kinder und Jugendliche in der Einrichtung. Während seiner Arbeitszeit soll er Fotos und Videos von ihren Geschlechtsteilen gemacht haben. Ihm wird unter anderem der Besitz von sexualisierten Missbrauchsdarstellungen von Kindern vorgeworfen.

Polizei entdeckte in beiden Fällen belastendes Bildmaterial

Eine erste Sichtung von aus dem Besitz des Mannes beschlagnahmten Speichermedien erhärtete den Verdacht. Die Aufnahmen dürften 2025 und 2026 während seiner Arbeitszeit in der Kindertagesstätte entstanden sein. Dabei soll er die Hilfsbedürftigkeit der Opfer ausgenutzt haben. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), nachdem zahlreiche Videos mit Missbrauchsinhalten in eine Cloud hochgeladen worden waren.

Die Vorwürfe gegen den Fußballtrainer waren von Spielern einer Jugendfußballmannschaft erhoben worden. Demnach soll der 57-Jährige im Jänner und Februar wiederholt nach dem Training die Umkleide- und Duschbereiche der Jugendmannschaft betreten und dabei versteckt eine Kamera mit sich geführt haben. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten wurden ebenfalls Speichermedien beschlagnahmt.

Kommentare