Mehrere Lawinenabgänge in Tirol: Tourengeherin in Klinik gestorben

Mehrere Bergretter mit orangefarbenen Warnwesten
Die Sportlerin wurde am Weerberg aus den Schneemassen geborgen.

In Tirol haben sich am Sonntag mehrere Lawinenabgänge ereignet. Eine Skitourengeherin wurde am Nachmittag am Weerberg (Bezirk Schwaz) nordseitig unterhalb des Wetterkreuzes von einer Lawine erfasst und verschüttet. Als sie schließlich gefunden wurde - sie hatte kein Lawinensuchgerät bei sich - befand sie sich in kritischem Zustand, hieß es von der Leitstelle Tirol zur APA. Sie wurde in eine Klinik eingeliefert, wo sie später ihren Verletzungen erlag.

Bei zwei Ereignissen in St. Anton am Arlberg (Bezirk Landeck) wurden zwei Personen leicht verletzt, hieß es von der Leitstelle Tirol zur APA. Eine Suchaktion nach weiteren Verschütteten wurde mittlerweile eingestellt. Im Bereich der Rofanspitze im Gemeindegebiet von Münster (Bezirk Kufstein) wurde ein Wintersportler zwar verschüttet, er überstand den Lawinenabgang aber unverletzt.

Bergrettung im Einsatz

In St. Anton lösten sich zuerst im Bereich Gampen die Schneemassen, die laut Leitstelle auch die Piste erreicht haben sollen. Zeugen berichteten von vier bis fünf Skifahrern, die in dem Bereich gewesen sein sollen. Bis zum frühen Nachmittag wurde indes nur eine Person mit einer Armverletzung ins Spital geflogen. Gegen Mittag ereignete sich schließlich der zweite Lawinenabgang im Arlberggebiet. Am Galzig wurde eine Person durch eine Lawine leicht verletzt, jedoch nicht verschüttet.

Der Leitstelle wurden Sonntagvormittag weitere Lawinenabgänge gemeldet. Dabei wurden jedoch keine Personen unter dem Schnee vermutet.

Am Sonntag wurde vom Lawinenwarndienst für Teile Tirols und Vorarlbergs - darunter auch die Arlbergregion - die zweithöchste Lawinenwarnstufe ausgegeben. Es herrschte Warnstufe vier auf der fünfteiligen Skala, also "große Gefahr". Wintersportlerinnen und -sportler wurden im freien Gelände zu äußerster Zurückhaltung aufgerufen.

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