Schüler generiert KI-Sexbilder von Mitschülerinnen – suspendiert

An einer steirischen Schule soll ein Schüler Fotos von Mitschülerinnen gemacht und dann sexualisierte Bilder erstellt haben.
Schüler soll mit Künstlicher Intelligenz Sexbilder von Mitschülerinnen erstellt haben.

An einer steirischen Schule ist erstmals ein Schüler wegen KI-Sexbildern suspendiert worden, wie ORF Steiermark berichtet. Der Bursche soll zuerst Fotos von Mitschülerinnen gemacht und dann daraus über eine Künstliche Intelligenz (KI) sexualisierte Bilder erstellt haben. Er wurde suspendiert.

Es ist die erste derartige Suspendierung, wie die Bildungsdirektion bestätig. Der Schüler soll die Bilder mit der KI Grok, die KI von Elon Musks Nachrichtendienst X, erstellt haben. 

Für den Burschen kann das nun rechtliche Folgen haben: "Durch Grok diese Persönlichkeitsrechte systematisch und dauerhaft gegenüber mehr als zehn Personen zu verletzen, ist eine Straftat", sagt der Grazer Medienanwalt Stefan Schoeller gegenüber ORF Steiermark.

Rechtliche Konsequenzen für Schüler

Strafrechtlich relevant werde so etwas, sobald es an mehr als zehn weitere Personen – etwa per WhatsApp – weitergeleitet wird. Wird öffentlich gepostet, kann der Poster auch zivilrechtlich auf Schadenersatz geklagt werden, erklärt Schoeller.

"Wir scheitern nur immer wieder in diesen Bereichen als Anwälte an den Realitäten – dass man gegen Großkonzerne antritt, die man irgendwo im Ausland möglicherweise dort klagen muss", schildert der Anwalt.

Schwer werde es etwa, wenn es darum geht, die geposteten Fotos von der jeweiligen Plattform zu entfernen.

Null-Toleranz-Politik

Laut Bildungsdirektion werden derartige Fälle nicht toleriert. Verwiesen wird auch auf die fächerübergreifende digitale Grundbildung, in der der verantwortungsvolle und reflektierte Umgang mit digitalen Technologien – einschließlich KI-Anwendungen – thematisiert werde.

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