DNA von Frau in Brandruine gefunden: Nun wird nach ihrem Mann gesucht

Von dem Haus blieb beim Brand im Februar 2024 nur ein verkohlter Trümmerhaufen übrig
Ein Jahr nach dem Brand eines abgelegenen Wohnhauses im obersteirischen Thörl (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) steht nun fest, dass DNA-Spuren einer Bewohnerin in den Trümmern gefunden wurden. Von ihrem Ehemann wurden aber keine Spuren gefunden, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben am Samstag eine entsprechende Meldung der Kleinen Zeitung.
Nun sucht die Polizei nach dem Pensionisten. Er wurde nun zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben.

Das Gebäude brannte bis auf die Kamine nieder
Das Feuer war im vergangenen Februar ausgebrochen. Als die Feuerwehren eintrafen, stand das dreigeschoßige Holzhaus bereits komplett in Flammen. Die Helfer konnten nur noch die Glutreste löschen. Als der 80-jährige Mann und seine Ehefrau nicht zu finden waren, begann man mit der Suche nach ihnen.
Brandstiftung vermutet
Leichenspürhunde hatten die Brandruine durchkämmt, die gefundenen Proben wurden im Labor untersucht. Mit den nun vorliegenden Ergebnissen steht zumindest fest, dass die Frau auf jeden Fall bei dem Brand starb. Dass von ihrem Ehemann keine Spuren gefunden wurden, bedeutet nun, dass man nicht wisse, ob dieser noch lebt oder nicht.

Er wurde jedenfalls zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. "Das heißt, wenn er von der Polizei angehalten wird, dann scheint in einer Datenbank auf, dass die Staatsanwaltschaft über seinen Aufenthaltsort Bescheid wissen möchte", sagte Behördensprecher Thomas Mühlbacher.
Die Ermittler gingen nach wie vor von Brandstiftung als Ursache des Feuers aus. Es sei aber offen, wer den Brand gelegt haben könne, es gibt nämlich keine Zeugen.
Die beiden Senioren hatten in dem Haus über viele Jahre gelebt, kurz vor dem Brand dürfte es aber Unstimmigkeiten wegen des Mietverhältnisses gegeben haben, hatte die Polizei bereits vor einem Jahr bestätigt.
Kommentare