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Chronik | Österreich
06/19/2019

WWF will verpflichtenden "Klimacheck" für alle Gesetze

Beispiele für Projekte die überarbeitet werden müssten seien die Waldviertel-Autobahn oder Tempo 140.

Die Umweltschutzorganisation WWF fordert einen verpflichtenden "Klimacheck" für alle Gesetze und Verordnungen. Geplante Gesetzesvorhaben müssten "gemeinsam mit der Wissenschaft auf ihre Auswirkungen für das Klima und die Natur überprüft werden". Seit Mittwoch kann diese Forderung via Online-Petition (Titel "#genuggewartet") unterstützt werden.

Getragen wird die (an die Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl gerichtete) Petition von Generation Earth, dem Jugendnetzwerk des WWF Österreich. "Politische Entscheidungsträger müssen endlich Verantwortung übernehmen. Für das Klima und damit für unsere Zukunft", erklärte Clemens Zatloukal, Generation-Earth-Mitglied und Mitinitiator der Petition in einem Statement gegenüber der APA.

"Wir haben genug gewartet. Die Politik hat bisher viel zu wenig gegen die fortschreitende Klimakrise unternommen", heißt es in der Petition. "Klimafragen wurden zu oft hintenangestellt und die Tatsache, dass unsere Gesellschaft zu 100 Prozent auf die Umwelt angewiesen ist, ignoriert. Die bisherigen Folgenabschätzungen sind zahnlos und lückenhaft", so Zatloukal.

Projekte, die beim Klimacheck durchfallen, müssten "gestoppt, grundlegend verändert oder durch eine klimafreundliche Lösung ersetzt werden", so die Petition. Beispiele dafür wären laut WWF die Waldviertel-Autobahn oder das Projekt Tempo 140.