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Chronik Österreich
08/25/2019

Wiener Wohnhaus in Brand, mehrere Ställe in Flammen

Unter den Geretteten waren ein Kind und ein Baby. In Melk kam es zu Bränden in Ställen, in Oberösterreich geriet ein Pferdehof in Flammen

Samstagabend gegen 18 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Wien zu einem Einsatz in die Erlachgasse in Wien-Favoriten gerufen.

Beim Eintreffen der Feuerwehr drang bereits dichter Rauch aus den Fenstern der beiden oberen Geschosse des fünfgeschossigen Mehrparteienwohnhauses und mehrere Personen machten sich an den Fenstern bemerkbar. Die beiden Wohnungsinhaber der Brandwohnung flüchteten, wobei die Wohnungstüre offen belassen wurde.

Unverzüglich wurde eine Löschleitung ins Gebäudeinnere vorgetragen und der Brand unter Atemschutz bekämpft. Zeitgleich retteten weitere Atemschutztrupps insgesamt sieben Personen, unter denen sich ein Baby und ein weiteres Kind befanden.

Zwei Hunde und zwei Katzen

Alle Geretteten wurden der Berufsrettung Wien übergeben, die sie nach einer notfallmedizinischen Erstversorgung hospitalisierte. Auch zwei Hunde und zwei Katzen wurden aus den zum Teil verrauchten Nachbarwohnungen gerettet und an die Tierrettung übergeben. Eine Brandausbreitung auf Nachbarwohnungen konnte verhindert werden, obwohl Flammen bereits ins Stiegenhaus auf die Nachbarwohnungstüre schlugen.

Zwei Ställe in Melk in Flammen

Im Bezirk Melk sind am Samstagnachmittag in kurzer Zeit zwei Großbrände ausgebrochen. Beide Male waren landwirtschaftliche Gebäude betroffen. In Umbach bei Kilb stand ein Stall samt Wirtschaftsgebäude in Flammen, acht Rinder verendeten. Auch in Kimming bei Kirnberg brannte ein Stall, bestätigte Feuerwehrsprecher Franz Resperger am Sonntag einen Bericht des ORF Niederösterreich.

Insgesamt bekämpften rund 450 Feuerwehrleute beide Brände. In Umbach war der Landwirt vom Roten Kreuz wegen des Verdachts auf eine leichte Rauchgasvergiftung versorgt worden. Sonntagvormittag waren dort weiterhin Nachlöscharbeiten im Gange.

Die Einsatzkräfte mussten große Mengen Stroh aus der Brandruine schaffen. Dieses wurde auf einen bereits abgeernteten Acker gebracht. „Da müssen jetzt noch die restlichen Glutnester abgelöscht werden“, berichtete Resperger. Vier Feuerwehren waren dabei im Einsatz. Beim Brand in Kimming hatten die Löscharbeiten am Samstag bis in die Abendstunden gedauert. Im Stall hatten sich an die 50 Rinder befunden. Sie wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht, schilderte Resperger.

Zigarette löste Brand auf Pferdehof auf

In Andorf im Bezirk Schärding (OÖ) hat unterdessen vermutlich eine nicht vollständig ausgedämpfte Zigarette hat am Sonntag in der Früh einen Brand in einer Werkstätte neben einem Einfamilienhaus auf einem Pferdehof ausgelöst. Ersten Informationen zufolge wurden weder Personen noch Tiere verletzt. Die Feuerwehr brachte den Brand rasch unter Kontrolle.

Am Vormittag war das Feuer noch nicht vollständig gelöscht. Vermutlicher Auslöser des Brandes war laut Polizei eine Zigarette, welche die 27-jährige Tochter des Hausbesitzers vor der Eingangstüre des Einfamilienhauses geraucht hatte, nachdem sie von einem Fest nach Hause gekommen war.
Die Frau dämpfte den Zigarettenstummel am Boden aus, warf ihn in einen Müllsack und entsorgte den Sack in einer Restmülltonne in der Werkstätte, die auch als Garage genutzt wird. Ein 65-jähriger Mann entdeckte den Brand um 6.00 Uhr und alarmierte sofort die Feuerwehr.

Heustadel brannte vollständig ab

Ein Heustadel in Fügen im Tiroler Zillertal ist in der Nacht auf Sonntag vollständig abgebrannt. Wie die Polizei berichtete, konnte das Feuer durch die Freiwilligen Feuerwehren Fügen und Schlitters rasch unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindert werden. Tiere dürften sich keine in dem Stadel befunden haben, hieß es.

Der Heustadel brannte jedoch fast vollkommen nieder, weshalb laut Exekutive von einem hohen Sachschaden ausgegangen werde. Die Brandursache war vorerst unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Verletzt wurde niemand.