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Chronik Österreich
09/26/2020

Wintereinbruch in Österreich: Kettenpflicht und Straßensperren

Fahrzeuge blieben auf der glatten Fahrbahn liegen. Bergstraßen mussten teils gesperrt werden

von Simone Hoepke

Der Übergang von Sommertemperaturen zum ersten Schneefall kam quasi über Nacht: Bereits am Freitag wurde das Timmelsjoch (B186), die Verbindung zwischen Ötz- und Passeiertal gesperrt. Im Laufe der Nacht auf Samstag breiteten sich die Schneefälle bis nach Kärnten und Salzburg aus, berichtete der ÖAMTC.

Neben einigen Kettenpflichten auf höher gelegenen Bergstraßen musste laut ÖAMTC Samstagfrüh für die Schneeräumung auch die Silvretta Straße (L188) zwischen Partenen und der Landesgrenze Vorarlberg-Tirol gesperrt werden. Über die Großglockner Hochalpenstraße zwischen Salzburg und Kärnten wurde eine Sicherheitssperre verhängt.

Kettenpflicht bestand am Samstag auf teils wichtigen Verbindungen von Vorarlberg über Tirol bis Salzburg und Kärnten. Betroffen waren unter anderem die Arlberg Straße (L197), die (B165) und die Katschberg Straße (B99). Rund 20 cm Neuschnee sorgten auch auf der Soboth (B69) für Probleme. Einige Fahrzeuge blieben auf der glatten Fahrbahn liegen.

Mit Wetterberuhigung wird in Westösterreich erst im Lauf der kommenden Nacht gerechnet. Bis dahin könnte örtlich bis zu einem halben Meter Schnee zusammenkommen.

Wo es geschneit hat

Wo es über Nacht geschneit hat: Bei der Wetterstation Bischofshofen (550 Meter Seehöhe) wurden Samstagfrüh zwei Zentimeter Neuschnee gemessen, in Ramsau/Dachstein (1.207 Meter) waren es zwölf Zentimeter und in Warth am Arlberg (1.487 Meter) sogar 25, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

Am Feuerkogel (1.618 Meter) lagen Samstagfrüh 30 Zentimeter Neuschnee, am Loser (1.500 Meter) beachtliche 40 Zentimeter. In noch höheren Lagen waren es noch mehr: Etwa auf der Villacher Alpe (2.117 Meter) 27 Zentimeter, beim Alpinzentrum Rudolfshütte (2.317 Meter) in den Hohen Tauern 44 und am Pitztaler Gletscher (2.864 Meter) 49 Zentimeter.

Ein Wintereinbruch um diese Jahreszeit sei in höheren Lagen nicht sehr ungewöhnlich. ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik: „In einer Seehöhe von 1.500 bis 2.000 Meter schneit es Ende September alle ein bis zwei Jahre. Dass es, so wie heuer, bis auf 1.000 Meter verbreitet schneit, kommt in Österreich durchschnittlich alle fünf bis sieben Jahre vor, zuletzt im September 2011. Vereinzelt gab es auch im September 2015 und 2012 Schneeflocken bis etwa 1000 Meter Seehöhe.“

Kräftige bis stürmische Windböen

In Gumpoldskirchen registrierte die ZAMG Windspitzen bis 94 km/h, in Wien auf der Jubiläumswarte bis 90 und in Obervellach erreichten die Windböen um die 80 km/h. Auf vielen Bergen erreichte der Sturm mehr als 100 km/h. So wurden an der Wetterstation am Dachstein (2.700 Meter) und beim Sonnblick-Observatorium (3.106 Meter) Böen um 110 km/h gemessen.

 

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