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Chronik Österreich
01/14/2020

Weststeirisches Haus abgebrannt: Drei Leichname gefunden

Suchhund fand sterbliche Überreste. Bei den Toten dürfte es sich um zwei Bewohner und eine Pflegekraft handeln.

Beim Brand eines Einfamilienhauses im weststeirischen Pack sind drei Menschen gestorben. Sowohl Feuerwehr als auch Polizei berichteten, dass sich drei Personen - ein älteres Ehepaar und deren ungarische Pflegerin - in dem im Vollbrand befindlichen Haus befanden. 

Die Einsatzkräfte haben am Dienstagnachmittag die Überreste von drei Menschen in der Brandruine gefunden. Ein Suchhund habe einen wesentlichen Beitrag geleistet, sagte ein Polizist zur APA. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde eine Obduktion der drei Leichname angeordnet. Zur Brandursache konnte noch nichts gesagt werden.

Der Brand war in der Nacht auf Dienstag ausgebrochen.

Die Suchkräfte aus Feuerwehr und Polizei hatten nach Sicherungsarbeiten die Brandruine am Nachmittag betreten können. Erst wurden die Überreste von zwei Menschen an zwei verschiedenen Orten im mit Trümmern, Asche und Schutt übersäten Haus entdeckt. Der Polizeihund „Hancock“ schlug dann an einer weiteren Stelle in der einsturzgefährdeten Ruine an - er hatte die sterblichen Überreste eines dritten Menschen entdeckt.

Laut Feuerwehr habe ein Nachbar das "Aplatzen" der Dachziegel durch das Feuer gehört und die Einsatzkräfte verständigt. Dieser hatte auch gemeldet, dass sich wahrscheinlich die drei Bewohner noch im Wohnhaus befänden. Ein Polizist sagte am Dienstag in der Früh zur APA, davon müsse man leider ausgehen, da die drei Personen sonst ja irgendwo in der Nähe anzutreffen gewesen wären.

Der Feuerwehr-Einsatzleiter alarmierte sofort das Kriseninterventionsteam Steiermark zur Betreuung der Familie des Sohnes, der vom Nachbarn telefonisch über den Vorfall informiert wurde und danach zum Wohnhaus seiner Eltern auf die Pack - dem Grenzsattel zwischen Kärnten und der Steiermark - gefahren war.

Die Feuerwehren standen seit 3.20 Uhr mit insgesamt elf Wehren mit 20 Fahrzeugen und insgesamt 96 Mann im Einsatz gegen die Flammen. Die Atemschutztrupps konnten in den frühen Morgenstunden noch nicht bis ins Innere des Wohnhauses vordringen. Der Dachstuhl des Hauses am Ufer des Packer Stausees war völlig ausgebrannt.