"Warum in Kärnten investieren?"
Gerhard Dörfler erläutert den Weg zum späten Glück - auch Klubförderung genannt.
Die politische Misere ist für Stammgäste sehr wohl ein Thema." Am Montag warnte die Fachgruppensprecherin der Hotellerie in der Wirtschaftskammer Kärnten, Eva Hoffmann, dass Kärntens "Außenauftritt derzeit ganz schlecht" sei. Negative Auswirkungen auf den Tourismus seien zu befürchten (mehr dazu: HIER).
Skeptisch stehen auch Investoren dem südlichsten Bundesland gegenüber: "Wir haben negative Rückmeldungen von Investoren", sagte der international tätige Tourismusberater Manfred Kohl aus Villach. Erst am Montag habe er in Salzburg ein Gespräch mit einem bayerischen Unternehmer geführt, der in Österreich auch schon abseits des Tourismus investiert habe, und der habe gemeint: "Mein Gott, warum soll ich in Kärnten investieren?"
"Brandgefährlich für den Wirtschaftsstandort"
Diese Aussage habe der Bayer wegen der Sorgen geäußert, "unter Umständen in politische Schlagzeilen zu geraten, mich in einem Untersuchungsausschuss wiederzufinden oder ich soll etwas zahlen", so Kohl. "Das ist brandgefährlich für den Wirtschaftsstandort", sagte der Berater.
"Zu Zeiten Jörg Haiders als Landeshauptmann waren zwar auch Investoren skeptisch, aber nicht dermaßen ablehnend wie jetzt. Bei Haider gab es auch welche, die sagten, `der taugt mir, da investiere ich`; das sehe ich jetzt überhaupt nicht mehr", so Kohl.
Ein Problem sei, dass das Abspringen von Investoren "in aller Stille" erfolge: "Es sagt doch kein Investor vor der Presse, dass er jetzt nicht mehr in Kärnten investiert; der Politiker würde ohnehin immer sagen, das stimmt nicht - wir erleben das aber", so der Fachmann.
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