Chronik | Österreich
11.08.2018

Waldbrand in unzugänglichem Gebiet in Bad Ischl

Blitzschlag verantwortlich. Zwei Hubschrauber bringen Wasser auf den Berg. Feuerwehrleute bekämpfen Erdfeuer.

Der Waldbrand in einem kaum zugänglichen Areal in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) hat am Samstagvormittag weiterhin die Einsatzkräfte gefordert. Das Feuer am Gspranggupf auf 1.050 Meter Seehöhe konnte am Freitag wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht mehr gelöscht werden. "Die Ursache dürfte ein Blitzschlag gewesen sein", sagte Einsatzleiter Jochen Eisl im Gepräch mit der APA.

Jäger entdeckte Feuer

Das Feuer wurde am Freitag von einem Jäger entdeckt. Es hatte ein Ausmaß von 400 Quadratmetern erreicht und sich mindestens einen Meter tief ins Erdreich eingebrannt. "Das Erdfeuer breitet sich über das Wurzelwerk aus. Wir müssen möglichst viel Wasser in das Erdreich bringen, um es zu löschen", erklärte Eisl von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Ischl. Ein Hubschrauber des Innenministeriums und einer des Bundesheeres sind im Einsatz, um Löschwasser in das unwegsame Gelände zu transportieren. Am Berg werde das Wasser in einen Löschmittelbehälter gefüllt. Die Feuerwehrleute löschen die Glutnester mittels Löschrucksäcken.

"Müssen ziemlich viel Wasser aufbringen, damit das Erdreich ordentlich durchfeuchtet wird"

Das Erdfeuer zu bekämpfen, sei eine schwierige Angelegenheit. "Wir müssen das Erdreich aufmachen und Löcher graben, ziemlich viel Wasser aufbringen, damit das Erdreich ordentlich durchfeuchtet wird", schildert der Einsatzleiter die Vorgehensweise. 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bergrettung und Bundesheer sind im Einsatz. "Die Löscharbeiten werden sicher noch bis in die späten Nachmittagsstunden dauern", sagte Eisl im Gespräch mit der APA.