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Chronik Österreich
05/24/2019

Vorarlberg: Kleinkind an Masern erkrankt

Zweiter bestätigter Masernfall in Vorarlberg in diesem Jahr. Über 100 Personen im Umfeld des Kindes getestet.

Ein Kleinkind im Alter von weniger als einem Jahr hat sich in Vorarlberg mit Masern infiziert. Die Erkrankung sei durch einen Bluttest nachgewiesen worden, bestätigte Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher der APA einen Bericht des ORF Vorarlberg. Wo das Kind sich mit dem Masernvirus angesteckt hat, ist unklar, deshalb wurden über 100 Personen verständigt, die mit dem Kleinkind Kontakt hatten.

Impfung noch nicht möglich

Die nachgewiesene Erkrankung des Kleinkinds ist der zweite bestätigte Masernfall in Vorarlberg in diesem Jahr. Kinder in diesem jungen Alter können noch nicht geimpft werden. "Dem Kind geht es wieder gut, es ist mittlerweile aus der stationären Behandlung entlassen worden", sagte Grabher.

Schwierigkeiten bereitete die Maserninfektion insofern, als sie zunächst nicht als solche erkennbar war. Laut Grabher war das Kind aus dem Bezirk Dornbirn atypisch an Masern erkrankt. "Es hat nicht den typischen Masern-Ausschlag gezeigt", so der Landessanitätsdirektor.

Weil zunächst kein Masern-Verdacht bestand, suchten die Eltern mit ihrem Kind - das in dieser Zeit andere Personen anstecken konnte - mehrere Ärzte und Spitalambulanzen auf. Dabei hätten mehr als 100 weitere Personen angesteckt werden können, sagte Grabher. Es sei jedoch möglich gewesen, mit allen diesen Personen in Kontakt zu treten.

Wer die Masern-Immunität nicht mittels Impfpass nachweisen konnte, musste zum Bluttest. "Die Ergebnisse trudeln fortlaufend ein", erklärte der Landessanitätsdirektor. Bis jetzt liege keine weitere Erkrankung vor.