Chronik | Österreich
07.05.2018

Vermisster Wanderer in der Steiermark nach Nacht im Freien gefunden

Alpinist hatte sich verirrt. Foto und Rucksack führten Bergrettung zu ihm.

Ein Wanderer, der sich am Sonntag in den obersteirischen Bergen verirrt hatte, ist Montagmittag nach einer Nacht im Freien unverletzt von der Bergrettung gefunden worden. Der Mann hatte noch am Abend einen Bekannten alarmiert und gesagt, dass er nicht mehr weiterkönne. Ehe sein Akku leer war, schickte er noch ein Foto von seinem Standort. Letztlich führte sein zurückgelassener Rucksack zu ihm.

Der Mann war am Sonntag gegen 6.00 Uhr in Weißenbach bei Liezen zu seiner Wanderung aufgebrochen, teilte die Bergrettung am Montag mit. Am Abend sagte er seinem Bekannten noch via Mobiltelefon, dass er sich verirrt hatte. Die Einsatzkräfte starteten eine Suchaktion und versuchten mit Hilfe des Fotos den Standort des Vermissten zu eruieren. Ein Hubschrauber der Flugpolizei flog zwei Mal mit Nachtsichtgerät das eingegrenzte Suchgebiet ab und 29 Helfer der Bergrettung aus Liezen und Stainach waren im Einsatz. Sie blieben aber vorerst ohne Erfolg.

Kurz nach Sonnenaufgang entdeckten die Retter dann einen Rucksack in einer Felswand auf etwa 1.400 Meter Seehöhe. Abermals waren rund drei Dutzend Bergretter sowie Hundeführer im Einsatz. Sie fanden den Wanderer schließlich am späten Vormittag.