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Chronik Österreich
09/29/2020

Vermeintliche Entführung in Graz entpuppte sich als Verwechslung

Vater hatte "Tochter" im Wagen eines Fremden gesehen. Echte Tochter war aber längst zu Hause.

Eine angebliche Entführung in Graz hat sich nun als Verwechslung herausgestellt: Ein 45-jähriger Vater hatte geglaubt, dass seine Tochter in einen Wagen gezerrt wurde und dieser dann davonraste. Tatsächlich war die junge Frau aber schon zu Hause und der Vater verwechselte sie mit einer anderen Frau im Wagen des vermeintlichen Entführers. Als er dem schwarzen Mercedes folgte, geriet der Lenker wegen seines unerwarteten Verfolgers in Panik, stellte die Polizei am Dienstag klar.

In der Nacht auf Sonntag hatte der Vater die Polizei gerufen, weil seine Tochter angeblich entführt worden sei. Der Lenker des Fluchtautos wurde gestellt, doch es war gar keine Entführung. Die Ermittlungen ergaben nun, dass nicht einmal die Tochter im Wagen war, sondern eine völlig fremde Frau. Bei starkem Regen hatte sie der Vater verwechselt.

Vater dachte, dass Tochter entführt wurde

Der 45-Jährige gab bei der Polizei an, dass seine Tochter am Sonntagabend bei ihm und seiner Frau zu Besuch war. Als sie sich bei Regen zu Fuß am Weg zur Bushaltestelle in die Kärntner Straße aufmachte, beschloss der Vater, sie doch mit dem Auto nach Hause zu bringen. Er folgte ihr, verlor sie aber aus den Augen. Daher folgte er dem Bus in Richtung Straßgang. Dort sah er dann die vermeintliche Tochter am Parkplatz eines Schnellrestaurants in einem schwarzen Mercedes sitzen.

In der Annahme, dass die Tochter entführt wurde, folgte er dem Wagen in Richtung Norden und rief auch seinen Sohn, der sich ebenfalls an der Verfolgung beteiligte. Der ahnungslose Lenker des schwarzen Mercedes geriet wegen seiner Verfolger in Panik und versuchte immer schneller vor den anderen davonzufahren. Das deutete der Vater als weiteren Beleg für eine Entführung. Außerdem erreichte er seine Tochter nicht am Mobiltelefon.

Als die alarmierten Streifen den Verdächtigen anhielten, stellte sich heraus, dass die Tochter des 45-Jährigen schon längt zu Hause in ihrer Wohnung war. Die Polizei spricht nun von einem "Zusammentreffen unglücklicher Umstände" sowie einem schlüssigem Missverständnis, einer Verwechslung, hieß es am Dienstag in der Aussendung.

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