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Chronik Österreich
05/29/2019

Verfolgungsjagd: Salzburger Polizei stoppte Autodieb mit LKW

Der 15-Jährige raste zuvor in einem Mercedes deutschen Grenzpolizisten davon und gefährdetete dabei zahlreiche Autofahrer.

Am Dienstag gegen 15.00 Uhr fiel deutschen Zivilpolizisten auf der Autobahn München-Salzburg (A8) ein Mercedes SLK auf, der als gestohlen gemeldet war.

Die Beamten wollten den Wagen anhalten, doch der Lenker drückte aufs Gas und raste mit bis zu 200 km/h davon, obwohl er sich in einer 120 km/h Zone befand. Nach kurzer Verfolgung hielt der Lenker am Pannenstreifen an und machte den Anschein als wolle er sich nun stellen. Als die Beamten aufschließen konnten, gab er jedoch unvermittelt wieder Vollgas und nutzte seinen gewonnen Vorsprung, um unter waghalsigen Überholvorgängen ins angrenzende Österreich zu flüchten.

Spektakuläres Ende

Die deutschen Polizisten alamierten ihre Kollegen in Österreich, die daraufhin sämtliche Autobahnausfahrten in Fahrtrichtung Villach im Flachgau, Tennengau und Pongau besetzten.

Kurz vor der Ausfahrt Hallein erzeugten die Beamten einen künstlichen Stau und stellten sogar einen LKW quer über die Fahrbahn, um die Flucht zu stoppen, was gelang.

Als Beamte aus Salzburg unter Assistenz ihrer bayrischen Kollegen die beiden Insassen des Mercedes festnahmen, stellte sich heraus, dass der Fahrer erst 15 Jahre alt war. Der Iraker wurde der Kriseninterventionsstelle Salzburg übergeben. Er und sein deutscher Beifahrer werden wegen Diebstahls, Gefährdung der körperlichen Sicherheit und zahlreicher Verkehrsdelikte angezeigt.