© Freiwillige Feuerwehr Waidhofen an der Thaya

Chronik | Österreich
07/01/2019

Unwetter: Umgekippte Bäume sperren Familie in Wohnhaus ein

Mit heftigen Gewittern ging die Hitzewelle Montagabend fürs Erste zu Ende. Regen und Hagel hielten die Feuerwehren auf Trab.

Montagabend kam die lang ersehnte Abkühlung. Allerdings sorgten schwere Gewitter vielerorts für Feuerwehreinsätze. Hagelunwetter zogen über ganz Österreich.

Von besonders heftigen Gewitterzellen war Montagabend der Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich betroffen. Innerhalb weniger Minuten mussten 25 Feuerwehren mit mehr als 250 Einsatzkräften ausrücken, um umgestürzte Bäume, die quer über mehrere Straßen lagen, zu entfernen.

Familienhaus unter Bäumen begraben

Einer der heiklen Einsätze führte die Feuerwehrleute in die Ortschaft Sieghartsles. „Dort sind gleich zehn Bäume auf ein Wohnhaus gestürzt. Die Personen waren darin eingeschlossen“, sagt Stefan Mayer, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos Waidhofen. Ein Bach war durch die starken Regenfälle schnell angeschwollen, wodurch die Bäume unterspült wurden und umkippten. „Die Bewohner konnten unverletzt gerettet werden“, erklärt Mayer.

Auch im Bezirk Korneuburg waren mehr als 20 Feuerwehren im Einsatz. 

Landwirte befürchten Schäden

Von Starkregen, Sturmböen und Hagel betroffen war auch der oberösterreichische Bezirk Wels-Land. Besonders die Bauern fürchten dort um ihre Ernte. Getreide, Raps, Mais und Soja sind laut Wolfgang Winkler von der Österreichischen Hagelversicherung besonders betroffen. Er rechnet von einem Schaden für die Landwirtschaft von bis zu einer Million Euro allein in Oberösterreich.

Ab Dienstag dürfte aber wieder Entspannung einkehren. Mit einem Mix aus Wolken und Sonne bleibt es zwar unbeständig, die Temperaturen erreichen aber 24 bis 30 Grad.