Chronik | Österreich
15.09.2018

Unwetter sorgten in Kärnten für massive Überflutungen

Mehr als 80 Einsätze nach Gewitter mit Starkregen von Ober- bis Südkärnten.

Starke Gewitter und Niederschläge haben am Freitagnachmittag und -abend die Kärntner Feuerwehren gefordert. Die Landesalarm- und Warnzentrale meldete mehr als 80 Unwettereinsätze von Oberkärnten bis ins Lavanttal. In St. Paul im Lavanttal (Bezirk Wolfsberg) brannte ein Wirtschaftsgebäude nieder, in Frantschach-St. Gertraud sorgte ein Blitzeinschlag in einem Mehrparteienhaus für großen Schaden.

Kurz nach 16.00 Uhr sorgten Gewitterzellen in Oberkärnten für die ersten Einsätze der Feuerwehren. In Irschen (Bezirk Spittal/Drau) und Ferndorf (Bezirk Villach-Land) mussten Keller ausgepumpt werden, Straßen und Freiflächen standen unter Wasser.

Gegen 18.00 Uhr ging ein Unwetter über dem Lavanttal nieder. Der starke Regen ließ die Bäche innerhalb kurzer Zeit anschwellen, Verklausungen führten zu Überflutungen, Wasser drang in Gebäude, Keller, Lagerhallen und eine Tennishalle in der Gemeinde Wolfsberg ein. In der Gemeinde St. Paul im Lavanttal brannte ein altes Wirtschaftsgebäude bis auf die Grundmauern nieder. In Frantschach-St. Gertraud sorgte ein Blitzschlag für enormen Sachschaden in einem Wohnhaus: Telefon- und Stromleitungen wurden beschädigt. Im gesamten Bezirk Wolfsberg gab es 46 Feuerwehreinsätze.

Im Bezirk Völkermarkt führten die heftigen Niederschläge in Neuhaus zu Vermurungen, Straßen waren durch umgestürzte Bäume verlegt, wodurch mehrere Ortsteile auf dem Straßenweg nicht erreichbar waren. Die Feuerwehren waren bis Mitternacht bei Aufräumarbeiten im Einsatz, hieß es vonseiten der Landesalarm- und Warnzentrale gegenüber der APA.

Samstagfrüh hatte sich die Situation beruhigt, und es waren nur mehr fünf Feuerwehren zu Aufräumarbeiten ausgerückt. Insgesamt waren am Freitagabend rund 500 Einsatzkräfte von 48 Kärntner Feuerwehren im Einsatz.