Vermehrt Autounfälle durch Kälte und Schnee auf Österreichs Straßen
Der 41-jährige Lenker hatte bei Schneefall die Kontrolle über seinen Wagen verloren.
Vater, Mutter und ein drei Wochen altes Baby sind Montagnachmittag in Straden in der Südoststeiermark bei einem Autounfall verletzt worden. Der 41-jährige Lenker hatte bei Schneefall die Kontrolle über seinen Wagen verloren und stürzte in einen Graben. Das Auto landete schließlich am Dach, die Familie konnte sich aber selbst befreien. Von Rettungskräften wurden sie anschließend ins Krankenhaus nach Graz gebracht.
Zu einem weiteren Unfall kam es südlich von Graz, wo ein 18-Jähriger von einem schneebedeckten Feldweg abgekommen war. Mit sechs Insassen war der Wagen überbesetzt, drei Insassen wurden verletzt. Der junge Bursche könnte seinen Führerschein verlieren.
Mehrere Unfälle auch im Burgenland
Aber auch im Burgenland kam es zu mehreren Unfällen auf Schneefahrbahnen. Zwischen Bernstein und Redlschlag musste die Feuerwehr Bernstein ein Fahrzeug bergen, das von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen war. Der Pkw wurde mit einer Seilwinde wieder auf sicheren Boden gezogen. Zu Zwischenfällen kam es vor allem im Süden. In Ollersdorf und Stegersbach mussten Fahrzeuge nach Unfällen auf winterlicher Fahrbahn gesichert werden. In Henndorf, Limbach, Maria Bild und auch in Siegendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) rückten Einsatzkräfte aus, um Autos zu bergen. Es blieb bei Sachschäden, die Einsätze konnten rasch beendet werden. Die Feuerwehren erinnern daran, bei Schneefall und Glätte besonders vorsichtig zu fahren und die winterliche Ausrüstung der Fahrzeuge zu überprüfen.
Der heimische Kältepol lag in der Nacht auf Dienstag allerdings weiter westlich, in Tirol. In der 1.171 Einwohner zählenden Gemeinde Tannheim (Bezirk Reutte) hatte es minus 22,4 Grad, teilte Geosphere Austria mit. Sehr frostig war es auch im unteren Mühlviertel und im Waldviertel. In der Wetterstation Liebenau-Gugu (Bezirk Freistadt) wurden minus 21,7 Grad gemessen, in Schwarzau in der Gemeinde Moorbad Harbach (Bezirk Gmünd) gar minus 22 Grad. Österreichweit am wenigsten tief fiel das Thermometer in der Wiener Innenstadt, wo minus 2,3 Grad registriert wurden.
ÖAMTC verzeichnete 500 Einsätze
Angesichts dieser Temperaturen war auch der ÖAMTC gefordert, weil zahlreiche Autobatterien streikten. Allein in Salzburg wurden am Montag über 500 Einsätze verzeichnet, das seien fünfmal so viele wie an einem durchschnittlichen Tag, wird berichtet. Geraten wird, eine warme Jacke oder Decke im Auto mitzuführen.
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