Chronik | Österreich
03/15/2019

Überfall auf Taxler in Tirol: 17-Jähriger festgenommen

Der Verdächtige gab sich danach selbst als Überfallopfer aus. Er wurde festgenommen und war geständig.

Nach einem Überfall auf einen Taxler in Telfs in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) in der Nacht auf Donnerstag hat noch am selben Abend ein 17-jähriger Österreicher als Tatverdächtiger festgenommen werden können. Der 17-Jähriger hatte dem Taxler ohne Vorwarnung Pfefferspray ins Gesicht gesprüht und die Geldtasche gestohlen. Danach hatte sich der Bursche selbst als Überfallopfer ausgegeben.

Der Verdächtige hatte gegen 1.30 Uhr ein Taxi in den Unterbirkenweg in Telfs bestellt. Als der Lenker eintraf, ging der dort Wartende auf den Wagen zu und öffnete die Türe und sprühte dem Taxifahrer ins Gesicht. Der 48-Jährige wurde mit Verletzungen von der Rettung in die Innsbrucker Klinik gebracht.

Gegen 2.00 Uhr meldete ein 17-Jähriger schließlich der Polizei in Telfs, auf einen Mann getroffen zu sein, der offensichtlich etwas suchte. Als der Jugendliche ihm seine Hilfe anbot, habe dieser eine Waffe gezückt und den 17-Jährigen bedroht. Dann habe der Unbekannte das Weite gesucht. Wie sich später herausstellte, hatte der 17-Jährige, der laut Polizei kurz zuvor selbst den Taxler überfallen haben dürfte, diese schwere Nötigung nur vorgetäuscht.

Täter zeigte sich geständig

Gegen 17.45 Uhr wurde der Jugendliche in Telfs festgenommen. Bei seiner Einvernahme zeigte sich der 17-Jährige geständig. Bei einer Hausdurchsuchung bei dem Beschuldigten konnten schließlich drei Schusswaffen (Schreckschuss- und Gasdruckpistolen), ein Teleskopschlagstock, ein als Taschenlampe getarnter Taser, sowie ein Pfefferspray sichergestellt werden, teilte die Exekutive mit. Die Beute soll der Jugendliche in einen Bach geworfen haben.

Der Bursche wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft noch am Donnerstag in die Justizvollzugsanstalt Innsbruck eingeliefert. Er wird wegen des Verdachts des schweren Raubes, der Urkundenunterdrückung, der falschen Beweisaussage, der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung und nach dem Waffengesetzes angezeigt.