Chronik | Österreich
12.05.2018

Tirol: Polizei ging gegen illegale Wohnungsprostitution vor

Fünf unangemeldete Sex-Arbeiterinnen wurden in Innsbruck überführt. Zwei als Bordelle genutzte Wohnungen geschlossen.

Die Landespolizeidirektion Tirol hat in der vergangenen Woche in Innsbruck Schritte gegen die illegale Wohnungsprostitution gesetzt. Fünf unangemeldete Sex-Arbeiterinnen - zwei Rumäninnen, eine Bulgarin, eine Russin sowie eine Kolumbianerin - wurden überführt, zwei von ihnen vorübergehend festgenommen. Zwei als illegale Bordelle genutzte Wohnungen wurden geschlossen, teilte die Polizei mit.

Nach Angaben der Exekutive zeigen die gesetzten Maßnahmen gegen den Straßenstrich Wirkung, allerdings hat sich dadurch die illegale Prostitution in den Wohnungsbereich verlagert. Weil in der jüngeren Vergangenheit die Zahl der Inserate auf einschlägigen Internetseiten stark angestiegen sei, ist die Polizei in der vergangenen Woche in Innsbruck aktiv geworden. Dabei vereinbarte ein Behördenvertreter als vermeintlicher Freier Termine mit den Prostituierten. In den Wohnungen schließlich - nachdem Leistungen und Preis ausgemacht waren - gab sich der Mann als Beamter zu erkennen.

Im Zuge der Kontrollen wurden von der Polizei von einer Rumänin und der Bulgarin offene rechtskräftige Geldstrafen in Höhe von 1.300 Euro eingetrieben. Die Russin verfügte über ein französisches Touristenvisum, das nun aber annulliert wurde. Die Kolumbianerin wies einen Aufenthaltstitel aus Spanien vor. Da sie aber einer unerlaubten Erwerbstätigkeit nachging, war ihr Aufenthalt unrechtmäßig. Gegen sie wird eine Ausweisung durch das Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) geprüft. Man werde die Kontrollen gegen die illegale Wohnungsprostitution weiterhin im Fokus behalten, betonte die Polizei.