Chronik | Österreich
19.07.2018

Tirol: 17-Jähriger wegen Brandstiftung festgenommen

Soll vier Brandstiftungen sowie drei Sachbeschädigungen durch Brandlegung begangen haben. U-Haft verhängt.

Die Brandserie in Erpfendorf im Tiroler Bezirk Kitzbühel dürfte geklärt sein: Ein 17-jähriger Tatverdächtiger wurde am Mittwoch festgenommen, teilte die Polizei mit. Der junge Mann habe inzwischen gestanden, insgesamt vier Brandstiftungen - darunter jene eines Bauernhofes - sowie drei Sachbeschädigungen durch Brandlegung begangen zu haben, hieß es.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro. Über den 17-Jährigen wurde Untersuchungshaft verhängt. Er wurde in die Innsbrucker Justizanstalt eingeliefert.

Keine Angaben zum Motiv

Zum Motiv machte der Verdächtige keine Angaben. Es könne aber ausgeschlossen werden, dass sich die Taten gezielt gegen bestimmte Personen oder Firmen gerichtet haben, so die Ermittler des Landeskriminalamtes. Die Auswahl der Tatobjekte dürfte spontan und ohne konkreten Hintergrund erfolgt sein.

Bei dem Großbrand des Bauernhofes in der Nacht auf den 1. Juli erlitten vier Personen Verletzungen bzw. Rauchgasvergiftungen und mussten ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Das vollständige Niederbrennen des Wohnbereichs konnte zwar verhindert werden, aber das Bauernhaus wurde schwerbeschädigt.

Zuvor hatten die Feuerwehren im Juni fünf Mal zu Einsätzen ausrücken müssen. Zweimal brannte es in einem Waldstück, dreimal im selben Betrieb in der Gewerbezone.