Stefan Parzer

© Stadt Graz/Fischer

steiermark
08/28/2013

„Taktische Atombombe“ für die Innenstadt: Eklat um SP-Politiker

Grazer SPÖ-Bezirkspolitiker nimmt nach taktloser Äußerung seinen Hut.

Beim „Aufsteirern“ verwandelt sich die Grazer Innenstadt ein Mal jährlich in ein ländlich anmutendes Volksfest mit viel Dirndl, viel Lederhose, viel Volksmusik.

Einem Grazer SPÖ-Bezirkspolitiker gefällt so viel Lokalkolorit nicht, das tat er Mittwoch mit einem Eintrag auf Facebook kund. Aufsteirern, das: Festivität in Graz, wo eine taktische Atombombe in der Grazer Innenstadt keinen Unschuldigen töten würde, postete Stefan Parzer. Und setzte in einem Kommentar noch einmal nach: Und ich steh dazu in der Form, wie ich es gemeint habe. Das Fest sei nämlich in Graz vollkommen fehl am Platze.

Fehl am Platz sei auch die taktlose Äußerung des roten Bezirksrates im Grazer Bezirk Andritz, befand ÖVP-Graz-Geschäftsführer Bernd Schönegger. Er machte das Posting öffentlich. „Das ist an Widerwärtigkeit und Schäbigkeit nicht zu übertreffen. Im Weltbild dieses SPÖ-Irrläufers verdienen Menschen anscheinend alleine durch das Tragen einer Tracht den grausamen Tod.“ Parzer sei keines Amtes der Stadt Graz mehr würdig.

SPÖ-Chefin Martina Schröck selbst stets gerne Besucherin des „Aufsteirerns“ sah das ebenso. „Diese Facebook-Aussage ist für mich untragbar.“ Parzer habe ihr seinen Rücktritt angeboten, sie habe angenommen. Parzer selbst entschuldigte sich schriftlich. Das Posting sei aus dem Zusammenhang genommen worden, er verstehe aber die „Aufregung um die furchtbare Wortwahl. Ich schäme mich für diese Aussage.“

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