Chronik | Österreich
10.10.2018

Superhelden am Krankenbett: Polizei überraschte Kinder

Sechs WEGA-Beamte verkleideten sich und besuchten die Kinderklinik im Wiener AKH.

Mittwoch, kurz nach 10 Uhr beim Wiener AKH. Am Dach der Kinderklinik stehen Batman, Spiderman, Thor, Flash, Captain America und Superman für eine ganz spezielle Mission bereit. Die sechs Superhelden seilen  sich ab und „fliegen“ von einem Fenster zum anderen. Auf der anderen Seite der Glasscheibe stehen teils schwer kranke Kinder, die ihre großen Helden so nah sind, wie noch nie zuvor. Danach dürfen die jungen Patienten ihre DC- und Marvel-Idole persönlich treffen, mit ihnen Fotos machen und plaudern. Von der Polizei gibt es für die Kinder noch dazu Geschenke.

 

Erkrankung bekämpfen

Superhelden

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WEGA als Superhelden

Polizisten als Superhelden

WEGA als Superhelden

Polizisten als Superhelden

WEGA als Superhelden

WEGA als Superhelden

Polizisten als Superhelden

WEGA als Superhelden

WEGA als Superhelden

WEGA als Superhelden

WEGA als Superhelden

WEGA als Superhelden

Es war eine große Überraschung für sie:  Den Patienten wurde im Vorfeld nur erzählt, dass die Polizei auf Besuch kommen wird.  Dass  Seiltechniker der WEGA als Superhelden verkleidet vor ihren Fenstern auftauchen, verriet niemand. Einem Bub in der Onkologie, der gleichzeitig auch ein großer Spiderman-Fan ist, wurde ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Genau vor seinem Fenster  seilte sich sein Lieblingssuperheld ab.

„Bei uns sind nur chronisch kranke Kinder. Also Kinder mit Hirntumoren, mit angeborenen Stoffwechselerkrankungen, Herzfehlern oder mit Transplantationen“, schildert Klinik-Leiterin Susanne Greber-Platzer. „Für sie war es wichtig, dass Superhelden vorbeischauen, weil sie sich mit ihnen identifizieren. Es sind Figuren, die  vor Gesundheit, Stärke und  vor Mut strahlen und etwas  meistern können. Und sie kämpfen   gegen das Böse. Und das ist, was die Kinder auch möchten. Ihre Erkrankung bekämpfen und ein gutes Leben haben“, sagt die Ärztin.
Auch WEGA-Chef Ernst Albrecht war die Aktion ein großes Anliegen. „Das ist mehr wert als der eine oder andere Einsatz, vor allem emotional. Viele von uns sind ja selber Familienväter“, sagt er zum KURIER.


Laut Initiatorin Michaela Rossmann könnte es nicht der letzte Auftritt der Superhelden gewesen sein: „Wer weiß, wo sie im nächsten Jahr auftauchen.“