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Chronik Österreich
05/23/2020

Sturmtief "Gudrun" zieht über Österreich

Hausdächer in Tirol abgedeckt, Bäume drohten auf Autobahn zu stürzen. Sturmtief erreicht mit Starkregen Wien.

Sturmwind hat am Samstagnachmittag in Tirol für rund hundert Feuerwehreinsätze gesorgt. Betroffen war nach Auskunft der Leitstelle Tirol fast das ganze Land, besonders die Bezirke Schwaz und Kufstein. Mehrere Bäume drohten dort auf die Inntalautobahn A12 zu stürzen. Vier auf dem Achensee (Bezirk Schwaz) vom Sturm überraschte Wassersportler wurden unverletzt gerettet.

Zwischen 15.00 und 19.00 Uhr waren die Feuerwehren in allen Bezirken außer Landeck und Imst im Einsatz. Im Bezirk Reutte gab es nur einen Einsatz, hier wurden Dachteile herumgewirbelt. In Ebbs (Bezirk Kufstein) deckte der heftige Wind drei Hausdächer ab. In der Landeshauptstadt Innsbruck stürzte unter anderem ein Baum auf eine Stromleitung der ÖBB. Auch in Mieders im Stubaital (Bezirk Innsbruck Land) traf ein umgewehter Baum eine Stromleitung.

Einen größeren Einsatz gab es am Achensee. Mehrere Anrufer meldeten der Leitstelle, dass sich Wassersportler bei plötzlichem hohem Wellengang im See befänden. Die meisten Sportler gelangten selbst ans Ufer, vier Personen wurden von der Wasserrettung und der Feuerwehr geborgen. Verletzt wurde niemand.

Am Abend erreichten das Tief auch den Osten Österreichs und brachte Starkregen für die Bundeshauptstadt.