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Steiermark
07/09/2013

Tarifstreit beendet: Patienten müssen nicht zahlen

Eineinhalb Jahre ist der Finanzfrieden zwischen Rotem Kreuz und GKK gesichert, weil 2,5 Mio Euro vom Gesundheitsfonds kommen.

von Elisabeth Holzer

Neun Tage dauerte der vertragslose Zustand zwischen Gebietskrankenkasse (GKK) und Rotem Kreuz (RK) in der Steiermark. Neun Tage, an denen laut RK-Präsident Werner Weinhofer die Anzahl der Fahrten um ein Viertel zurückging. Neun Tage, an denen die Patienten eigentlich Rechnungen erhalten hätten, weil sie Fahrten vorab finanzieren müssten.

Doch das passiert jetzt doch nicht. Die Verrechnung läuft ab sofort wieder über die Krankenkasse. „Kein Patient muss mit einem Euro in Vorleistung treten“, versichert GKK-Obmann Josef Pesserl. RK-Chef Weinhofer betont, dass die seit 1. Juli angefallenen Rechnungen nicht ausgeschickt würden.

Hintergrund der plötzlichen Harmonie ist eine österreichische Lösung: Die GKK zahlt dem Roten Kreuz pro Jahr rund vier Prozent mehr an Tarif, rückwirkend auch für 2012.

Die Rettungsorganisation verzichtet dafür auf die zwölf bis neunzehn Euro Einsatzpauschale zusätzlich, auf denen die Patienten sitzen geblieben wären und als Partner taucht nun der „Gesundheitsfonds“ auf.

2,5 Millionen Euro erhält das Rote Kreuz von der Plattform, die auch aus Sozialversicherungsbeiträgen gespeist wird. Damit ist der monatelang dauernde Tarifstreit beendet, der am 1. Juli 2013 in einem vertragslosen Zustand gipfelte.

Als Projekt, befristet bis Ende 2014, bezeichnet die Politik das Einspringen des „Gesundheitsfonds“. In diesem Zeitraum soll das Transportwesen evaluiert und von einen „Kosteneindämmungsprogramm“ begleitet werden, erläutert ÖVP-Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder. „Termintransporte müssen ja nicht unbedingt mit dem Jumbo gemacht werden“, merkt die Gesundheitsreferentin an und meint damit Krankentransporte im teureren Notarztwagen. SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves überlegt, dass „früher eine Gipshand kein Argument war, dass man nicht mit der Straßenbahn ins Ambulatorium fährt“.

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