Chronik | Österreich
05.06.2018

Steiermark: St. Lorenzen zum Katastrophengebiet erklärt

Durch den starken Regen gingen in St. Lorenzen/Wechsel mehrere Muren ab. Das Land gab Katastrophenalarm. Schwere Schäden auch in Waldbach-Mönichwald.

In Teilen der Steiermark sind am gestrigen Montagabend schwere Gewitter niedergegangen. In St. Lorenzen/Wechsel gingen dabei mehrere Muren ab. Ein Haus im Ortsteil Festenburg wurde schwer beschädigt, berichtet der ORF Steiermark. "Es hieß, es waren Personen darin. Die Vermissten haben sich jedoch Gott sei Dank selbst retten können, gingen zu den Nachbarn. Die Mure ging im Haus aber bis in die Küche hinein - also das Haus ist einmal komplett beschädigt", wird Feuerwehr-Einsatzleiter Thomas Almer zitiert. Auch ein zweites Haus trug schwere Schäden davon.

Zudem trat die Lafnitz in dem Gebiet über die Ufer, weshalb das Land die Region zum Katastrophengebiet erklärte. Wie der ORF berichtet, werden heute Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer von der SPÖ und Landesrat Johann Seitinger von der ÖVP nach St. Lorenzen fahren.

Auch die im oststeirischen Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gelegene Ortschaft Waldbach-Mönichwald ist am Dienstagvormittag von Katastrophenschutzreferent Michael Schickhofer (SPÖ) zum Katastrophengebiet erklärt worden. Die Kommune wurde von den starken Niederschlägen und dem Hochwasser am Montagnachmittag ebenso getroffen wie das östlich gelegene St. Lorenzen am Wechsel. Damit ist der Katastrophenstatus bereits auf zwei Gemeinden im Wechselgebiet ausgedehnt worden. Für den Nachmittag war mit neuen Gewittern zu rechnen, was Bewohner und Einsatzkräfte vor weitere Probleme stellen könnte. Die Feuerwehren haben Sandsäcke vorbereitet, um Häuser und Objekte vor Hochwasser zu schützen.

Murenabgänge: Bundesstraße in Kärnten gesperrt

Auch in Kärnten zogen die Unwetter Konsequenzen nach sich: Zwei Murenabgänge haben am Montagabend die Millstätter Straße (B98) im Bezirk Villach-Land blockiert. Laut Polizei hatte starker Regen die Erdrutsche ausgelöst, die Straße wurde südlich von Feld am See über eine Länge von mehreren hundert Metern vermurt. Die Verbindung soll noch bis Dienstag zu Mittag gesperrt sein. Pkw werden örtlich umgeleitet, Lkw und Busse müssen großräumig ausweichen.

Bereits zuvor war die B98 in Radenthein (Bezirk Spittal an der Drau) wegen eines Unwetters nicht befahrbar. Gegen 18.00 Uhr war der Feldbach über das Ufer getreten und hatte die Millstätter Bundesstraße auf einer Länge von etwa 500 Metern überflutet. Außerdem gingen in der Region mehrere kleinere Muren ab. Unmittelbare Gefahr für Personen bestand laut Polizei nicht, die Feuerwehr musste aber einige Keller auspumpen.