Symbolbild.

© Michael Wessig

Steiermark
09/12/2014

61-Jähriger bei Dachstein-Überquerung in Bergnot

Der erschöpfte Deutsche wurde geborgen und ins Spital Schladming gebracht.

Im Dachsteingebiet zwischen der Steiermark und Oberösterreich haben Einsatzkräfte am Freitagabend einen 61-Jährigen gerettet, den die Kräfte verlassen hatten und der stark unterkühlt war. Die Freunde des Mannes schlugen Alarm, der Deutsche wurde von Bergrettung und Alpinpolizei geborgen und ins Krankenhaus Schladming gebracht, wie die Landespolizeidirektion Steiermark mitteilte.

Der Deutsche war gemeinsam mit vier weiteren Alpinisten gegen 8.00 Uhr bei der Bergstation der Dachsteinseilbahn vom Hunerkogel (rund 2.700 Meter) aus zum Hohen Dachstein aufgebrochen. Die Gruppe stieg über den Hallstätter Gletscher und den Klettersteig auf der Ostschulter auf den Hohen Dachstein (2.995 Meter) auf und erreichte gegen Mittag den Gipfel. Dort entschlossen sich die Männer, über den Westgrat und den Gosaugletscher zur Adamekhütte abzusteigen, dort zu nächtigen und am nächsten Tag nach Gosau (OÖ) zu marschieren.

Wetterumsturz

Als die Gruppe auf den Gosaugletscher gelangte, verschlechterte sich das Wetter zusehends. Dichter Nebel nahm den Alpinisten die Sicht. Daraufhin kehrten sie um und stiegen wieder auf den Dachsteingipfel auf, um von dort über ihre ursprüngliche Route zur Seilbahn zu gelangen. Da den 61-Jährigen dabei zunehmend die Kräfte verließen, begaben sich zwei seiner Begleiter zur Südwand-Seilbahnstation. Von dort aus wurden die Einsatzkräfte alarmiert.

Gegen 19.30 Uhr trafen die Helfer bei dem 61-Jährigen ein. Er befand sich etwa 150 Höhenmeter über dem Hallstätter Gletscher. Zu diesem Zeitpunkt herrschte Eisregen, der Mann war stark unterkühlt und völlig erschöpft. Er wurde erstversorgt, bis zum Gletscher abgeseilt und ins Krankenhaus nach Schladming gebracht. Laut ärztlicher Auskunft hat sich sein Gesundheitszustand mittlerweile stabilisiert.

Seine vier Begleiter, die unverletzt waren, stiegen selbstständig zur Seilbahn ab. An dem Rettungseinsatz waren sieben Bergretter der Ortsstelle Ramsau am Dachstein, zwei Bedienstete der Dachsteinseilbahn sowie ein Alpinpolizist der Alpinpolizei Liezen beteiligt.

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