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Chronik Österreich
09/06/2020

Sommerstimmung im Herbst: Bis zu 27 Grad in kommender Woche

Am Montag sind noch Jacke und Regenschirm weise gewählte Begleiter. Aber schon nähert sich das nächste Hoch.

von Elisabeth Holzer

Es kommt wieder ein Spätsommer: Meteorologen versprechen ab Dienstag sonniges Wetter mit bis zu 27 Grad Tageshöchsttemperaturen.

Doch der Start in die neue Woche ist regenverhangen. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG)  liegen Montagvormittag noch zahlreiche Wolken einer abziehenden Kaltfront über Österreich. Diese bringen außerdem vor allem im Bereich der Alpen sowie im Süden und Südwesten etwas Regen. Die Sonne zeigt sich maximal zwischendurch. Die Tageshöchstwerte sind unterkühlt, wärmer als 16 bis 23 Grad wird es nicht.

Hoch "Jurji" ist auf dem Weg

Doch es geht aufwärts, "Jurji" sei Dank. Das Hoch macht sich schon am Dienstag bemerkbar, und das deutlich.  In der Früh ist es noch sechs bis 14 Grad kühl, danach erwartet die ZAMG eine Tageserwärmung auf 19 bis 25 Grad, am wärmsten im Westen.

Das stabile Hochdruckwetter setzt sich fort. Am Mittwoch brignt es verbreitet strahlenden Sonnenschein mit nur schwachem Wind. Die Tageswerte klettern je nach Region auf 20 bis 27 Grad. Ähnlich dürfte das auch am Donnerstag und Freitag sein. wenn auch vor allem in der Früh stellenweise Nebelfelder auftauchen. Am Donenrstag könnte es auch Gewitter geben, und zwar im Bergland an der Alpensüdseite.

 

Es scheint somit, als reihte sich der Herbst 2020 nahtlos an die Eigenheiten des Sommers − er
mutet ebenso unbeständig an. Die Bilanz des Sommers 2020 ist aber dennoch recht erwärmend. Er ist laut Wetterdienst Ubimet nämlich um 0,8 Grad wärmer als das langjährige Mittel der vergangenen 30 Jahre. Aufgeteilt auf die einzelnen Sommermonate war der Juni um 0,2 Grad und der Juli um 0,3 Grad wärmer als der Durchschnitt seit 1981 − der August schoss gar um zwei Grad über das Ziel.

Eine Gefühlssache

Mit einem Plus von 0,8 Grad zählt dieser Sommer zu den 20 wärmsten der Messgeschichte. Ubimet-Meteorologe Manfred Spatzierer hat aber eine Erklärung, weshalb dennoch viele Menschen diesen Sommer als zu kühl einstuften. Das liege einfach an der noch sehr präsenten Erinnerung an den herausragenden Hitzesommer 2019. „Im Vergleich dazu lag die mittlerere Temperatur  um fast zwei Grad niedriger“, sagt der Experte.

Auch der viele Niederschlag dürfte zur falschen Wahrnehmung beigetragen haben: Über das gesamte Bundesgebiet gerechnet fiel im heurigen Sommer 115 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge.

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