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Chronik Österreich
04/08/2020

Skandal um Tierhaltung in NÖ: Jetzt schreitet die Behörde ein

VGT-Aktivisten kritisieren Zustände in einem Mastbetrieb im Bezirk Wiener Neustadt. Die BH ist alarmiert.

"Alles aus einer Hand“ und "So schmeckt das Land“ steht auf der Homepage in großen Lettern geschrieben: Der Schweine- und Rindermastbetrieb aus dem Bezirk Wiener Neustadt macht mit schönen Bildern Werbung für seine Produkte.

"Unhaltbare Zustände"

Hinter den Kulissen sieht es aber gar nicht nach einer heilen Bauernwelt aus – zumindest lassen dies Fotos des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) vermuten, die nun an die Öffentlichkeit gelangten. Die Aktivisten sprechen von „unhaltbaren Zuständen“, die in den Ställen herrschen sollen.

"Trübe Kotbrühe"

„Sämtliche Milchkühe und Kälber stehen im tiefen, flüssigen Kot, mit dem der gesamte Stall übersät ist. Die verschiedenen Abteilungen werden durch elektrische Zäune getrennt, deren Generatoren völlig mit Kot verdreckt sind. Und das in Wannen zur Verfügung gestellte Trinkwasser ist eine trübe Kotbrühe“, berichten die Aktivisten.

Video

VgT-Obmann Martin Balluch zeigt sich entsetzt: "Man ist im Tierschutz ja schon einiges gewöhnt, aber die Zustände auf diesem Betrieb sind wirklich besonders erschütternd. Wer, bitte schön, will eine solche Milch konsumieren?“, fragt er sich.

Auf einem entsprechenden Video sind zudem verletzte Tiere zu sehen.

Kontrolle

Am Mittwoch schritt die Behörde ein. Der Betreuungstierarzt machte sich vor Ort selbst ein Bild der Situation. „Der Betrieb wird nun selbstverständlich kontrolliert, Ergebnisse liegen aber noch keine vor“, sagt Bezirkshauptmann Markus Sauer im Gespräch mit dem KURIER.

AMA-Experten vor Ort

Auch Experten der AMA (Agrarmarkt Austria) sind vor Ort, heißt es. Denn die VGT-Mitarbeiter entdeckten einen Lieferschein, der Schweine als AMA-Tiere ausweist. Allerdings: Das entsprechende Gütesiegel soll das Fleisch nicht tragen.

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