Von Graz bis Innsbruck: Silvester mal anders feiern
Feuerwerk über der Festung Hohensalzburg (Archivbild)
Zusammenfassung
- Silvester wird in Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck mit individuellen Programmen und ohne großes Feuerwerk gefeiert.
- Graz setzt auf Licht- und Wassershows, Linz feiert nach langer Pause wieder mit Livemusik und Sicherheitskonzept, Innsbruck beleuchtet Fassaden und bietet ein kleines Bergfeuerwerk.
- In Salzburg gibt es ein klassisches Feuerwerk auf der Festung, während in der Altstadt privates Böllern untersagt ist.
Viele Menschen aus den Bundesländern pendeln heute für die ganz große Silvestersause nach Wien. Dabei gibt es kleine, feine Alternativen, die an Qualität der Bundeshauptstadt um nichts nachstehen.
Es gibt auch Alternativen
Das klassische Feuerwerk auf der Festung Hohensalzburg ist das Kontrastprogramm zur umweltfreundlichen Lasershow in Graz.
In Linz wird seit vielen erstmals wieder offiziell auf dem Hauptplatz und in der Altstadt gefeiert. Und in Innsbruck werden Hausfassaden künstlerisch mit Licht inszeniert.
Lasershow auf dem Grazer Hauptplatz (Archivbild)
Graz: Wasser und Licht statt Böller und Raketen
Wer in Graz aufwuchs oder vor mehr als einem Jahrzehnt zumindest einmal rund um den Jahreswechsel zu Besuch war, freute sich auf den einen Silvester-Höhepunkt: das offizielle Feuerwerk der Stadt, gezündet am Schloßberg.
Seit elf Jahren gibt es das allerdings nicht mehr, das Aus war der hohen Feinstaubbelastung geschuldet. Aber ein neues Jahr ohne standesgemäße Begrüßung? Das gefiel vielen Grazerinnen und Grazern nicht, die dann – illegalerweise – eigene Böller und Raketen zu Hause zündeten.
Zu Silvester 2018 bot die Stadt dann erstmals eine staubfreie, aber stimmungsvolle Alternative: Licht- und Wassershows, untermalt mit Musik, direkt am Hauptplatz. Heuer gibt es fünf Shows zu jeweils 20 Minuten, die erste startet bereits um 17.30 Uhr.
Linz: Silvesterparty nach jahrelanger Pause
Einige Jahre war es in der Linzer Innenstadt vergleichsweise still zu Silvester. In der Corona-Zeit gab es – damals aufgrund der Ausgangsbeschränkungen – keine offiziellen Feierlichkeiten. Diese Tradition wird erst heuer wieder aufgenommen. Unter dem Motto "Happy New Linz" werden der Hauptplatz und die Altstadt zu großen Partyzonen mit Livemusik auf mehreren Bühnen und vielen, weiteren Programmpunkten.
Kein offizielles Feuerwerk
"Ein großes Fest in der Innenstadt braucht mehr als gute Stimmung – es braucht Vertrauen. Deshalb ist es uns wichtig, dass das Event sicher ist. Mit einem umfassenden und gut durchdachten Sicherheitskonzept und Zugangskontrollen am Hauptplatz können wir ein sorgenfreies Feiern ins neue Jahr ermöglichen", sagt Dieter Recknagl, Aufsichtsratsvorsitzender von Linz Tourismus. Ein offizielles Feuerwerk ist nicht geplant.
In Innsbruck leuchten die Hausfassaden bunt (Archivbild)
Innsbruck: Beleuchtete Fassaden
Tirols Landeshauptstadt Innsbruck begeht den Jahreswechsel insofern leise, als seit mehreren Jahren offiziell nur noch auf der Seegrube über der Stadt ein offizielles Feuerwerk gezündet wird. Das Aus für die ganz große Knallerei auf Steuerkosten war eigentlich schon 2016 beschlossen, aber lange heiß diskutiert worden.
Am Ende einigte man sich auf ein Konzept, das seit 2022 das "Bergsilvester" prägt: Kleines. aber weithin sichtbares Feuerwerk auf dem Berg, unten in der Stadt Lichtinszenierungen auf prominenten Hausfassaden. Die werden heuer unter dem Motto "Layers of Life" bespielt, und das allabendlich von 30. Dezember bis 10. Jänner.
In der Silvesternacht wird dann der Landestheatervorplatz zur Open-Air-Disco: DJs und Live-Bands begleiten die Menge musikalisch beim Rüberrutschen.
In Salzburg gibt es wieder ein Feuerwerk (Archivbild)
Salzburg: Buntes Spektakel über der Festung
Die Feierlichkeiten zu Silvester finden rund um den Salzburger Dom statt. Der Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz wird dafür um den Kapitelplatz erweitert. Live-Bands spielen dort auf einer großen Bühne und auf der Leinwand werden zur Einstimmung auf Mitternacht internationale Feuerwerke übertragen.
Um 16 Uhr ertönt das Neujahrsschießen der Festungsprangerstutzenschützen von der Festung Hohensalzburg und kurz darauf die Salutschüsse der Bürgergarde von der Staatsbrücke. Um Mitternacht läuten die Glocken des Salzburger Doms das neue Jahr ein und auf der Festung Hohensalzburg wird ein klassisches Feuerwerk gezündet. In der Altstadt ist privates Böllern und Feuerwerk untersagt, um die historische Bausubstanz zu schützen.
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