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Chronik Österreich
08/22/2020

Erneut schwere Sachbeschädigung an Grazer Synagoge

Bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es zu Vandalismus im Bereich der Synagoge.

von Kevin Kada

In der Nacht auf Samstag wurde die Grazer Synagoge von bisher unbekannten Tätern beschädigt. Gegen 23.30 Uhr warf ein Unbekannter mehrere Betonstücke gegen die Fenster an der Nordseite der Synagoge. 

An vier Fensterscheiben entstanden leichte Beschädigungen, eine Scheibe ging zu Bruch. Die genaue Schadenshöhe ist derzeit noch unbekannt, die Landespolizeidirektion Steiermark berichtet.

Laut Zeugenaussagen dürft es sich bei dem Täter um einen Mann handeln, der eine weiße Kappe trug und nach der Tat mit einem roten Fahrrad in Richtung Griesplatz flüchtete. 

Ein Zusammenhang mit der Sachbeschädigung in der Nacht zum 19. August am selben Ort kann nicht ausgeschlossen werden. 

In der Nacht auf Mittwoch besprühten bislang Unbekannte zwei Außenmauern der Synagoge mit mehreren Graffiti. Laut der Jüdischen Gemeinschaft in Graz soll es sich dabei um propalästinensischen Parolen gehandelt haben.

Zudem dürften die Unbekannten Steine in den Innenhof geworfen haben, wobei auch da ein Fenster beschädigt wurde.

Die Ermittlungen wurden vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) übernommen.

"Anstieg von Antisemitismus"

Elie Rosen, der Präsident der jüdischen Gemeinde erklärt, dass "der Anschlag ein in den letzten Jahren deutlich wahrnehmbares Ansteigen des Antisemitismus bestätigt".

Dabei komme, wie sich auch gegenständlich zeige, dem israelorientierten Antisemitismus starke Bedeutung zu.

Rosen selbst hatte in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit immer wieder medienwirksam kritisch gegen die antisraelische BDS-Bewegung und die Steirische Friedensplattform sowie den Grazer Völkerrechtler Wolfgang Benedek Stellung bezogen.

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