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Innsbruck
03/13/2013

Schon wieder Baby mit Schütteltrauma

Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats mussten die Ärzte der Innsbrucker Klinik Anzeige erstatten.

Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats mussten Ärzte der Innsbrucker Klinik Anzeige bei der Polizei erstatten, weil ein Baby mit Schütteltrauma eingeliefert wurde. Das berichtete die Tiroler Tageszeitung (TT) in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gestern, dass sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet hat. Laut Anklage-Sprecher Hansjörg Mayer ist auch ein gerichtsmedizinisches Gutachten in Auftrag gegeben worden. Es besteht der Verdacht der Misshandlung.

Baby auf Normalstation

Der Fachbereich I (Gewaltdelikte) des Tiroler Landeskriminalamts will nun überprüfen, wer für die Verletzungen des Kindes, über deren Schwere nichts bekannt wurde, verantwortlich ist. Das Baby befindet sich laut Johannes Schwamberger, Sprecher der Tiroler Landeskrankenanstalten (Tilak) auf der Normal- und nicht auf der Intensivstation. Über Alter des kleinen Patienten und die genaue Diagnose wollte er keine Angaben machen. Laut TT ist die Jugendwohlfahrt informiert worden.

Verfahren gegen Vater

Der Bub ist bereits der zweite bekannt gewordene Fall innerhalb eines Monats, bei dem ein Baby mit dieser Diagnose in der Innsbrucker Klinik versorgt werden musste. Schütteltrauma gilt als Hinweis auf Misshandlung. Bei dem neun Monate alten Baby Mitte Februar sei der entsprechende Verdacht durch ein Gutachten erhärtet worden. Die Staatsanwaltschaft leitete damals ein Verfahren gegen den Vater des Kindes ein.

Der 19-Jährige soll erst vor drei Monaten die Obsorge für seinen Sohn erhalten haben. Zuvor war das Baby im Axamer Kinderheim untergebracht. Dort wird das Kleinkind nun auch wieder betreut. Inzwischen bemüht sich die Mutter um die Obsorge für ihr Baby.

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