Chronik | Österreich
30.07.2018

Schlimmste Dürre seit 1976: Dramatische Lage für Almbauern

Almen in Vorarlberg bekommen Wasser mit Tankwagen. Heu muss bereits jetzt verfüttert werden.

Die anhaltende Dürre macht auch Almbauern in Österreich große Sorgen. Im Bundesland Vorarlberg können nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer von den 30 000 Stück Alm-Vieh rund zehn Prozent nur noch mit erheblichem Aufwand versorgt werden. „Das Wasser wird mit Tankwagen zu den Almen hinaufgefahren“, sagte ein Sprecher der Landwirtschaftskammer am Montag. So schlimm sei es zuletzt im Jahrhundertsommer 1976 gewesen. Die Lage sei für die betroffenen Landwirte existenzbedrohend.

Nächte zu warm für Tau

Selbst der Tau auf den Gräsern am Morgen, mit dem die Kühe einen Teil ihres Wasserbedarfs decken könnten, falle weg. „Dazu sind die Nächte zu warm“, sagte der Sprecher weiter. Das Futter auf den ausgedörrten Wiesen wachse so schlecht, dass oftmals nur ein Bruchteil der üblichen Menge geerntet werden könne. Das Heu, das sonst für den Winter vorgesehen sei, müsse bereits jetzt verfüttert werden.

Teils bereits Almabtrieb

Vereinzelt habe bereits der Almabtrieb begonnen, auch wenn die Situation im Tal nicht viel besser sei.